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Krefeld
Mehr Mies: Es geht um Stil und Farbe

Krefeld. Wer in den Häusern Esters und Lange "blau" sagt, meint bisher meist Yves Klein. Der französische Künstler hatte hier in den 60er Jahren seine erste Einzel-Ausstellung, die ihm zum internationalen Durchbruch verhalf. Sein strahlendes Blau erlangte in monochromen Bildern Weltruhm. Doch am Wochenende 8. bis 10. September soll mit Blau - und anderen Farben - der Name des Architekten der Museumsvillen an der Wilhelmshofallee verbunden werden. Die 15. Krefelder Architekturtage "mehr mies" stehen unter dem Thema "Mies van der Rohe und De Stijl".

Bereits vor der Gründung des Bauhauses in Weimar bildete sich in den Niederlanden 1917 die Gruppe "De Stijl", denen Künstler, Architekten und Theoretiker wie Piet Mondrian, Theo van Doesburg oder J.J.P. Oud angehörten. Aus Anlass des 100-jährigen Jubiläums widmen sich die 15. Krefelder Architekturtage den möglichen Berührungspunkten, Einflüssen und Unterschieden zwischen De Stijl und den architektonischen Konzepten Mies van der Rohes.

An diesem September-Wochenende werden die Häuser ohne Kunst präsentiert. Ein umfangreiches Angebot an Führungen, Workshops, Filmen und wissenschaftlichen Vorträgen lädt zur Entdeckung ein. Ein besonderer Programmpunkt ist die Lesung von Theresia Enzensberger: "Blaupause". In ihrem Debütroman führt die Autorin in die 1920er Jahre und erzählt von einer jungen Frau, die sich an der Bauhaus-Kunstschule von Walter Gropius einschreibt, um Architektur zu studieren.

Am Samstag, 9. September, 18.30 Uhr hält Lutz Robbers den Vortrag "Mies, De Stijl und die Bildlichkeit der Architektur". Passend dazu beleuchtet Paul Weber am Sonntag, 12 Uhr, "Farbe und Raum. Mies van der Rohes Beziehung zu Theo van Doesburg in den frühen 1920er Jahren".

"Mehr Mies - 15. Krefelder Architekturtage, 8. bis 10. September, in den Museen Haus Esters und Haus Lange, Wilhelmshofallee 91-97.

(ped)
 
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