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Krefeld
Schullandheim Herongen soll verkauft werden

Krefeld. Als im Jahr 2014 das Schullandheim Herongen zum Flüchtlingsheim umfunktioniert wurde, waren die Aufregung und die Trauer groß: Viele Krefelder verbinden mit dem Heim schöne Kindheitserinnerungen. Nun geht die Ära wohl endgültig zu Ende: Das Rote Kreuz möchte den Komplex kaufen und ihn dauerhaft als Wohnheim für bis zu 50 "Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge" (kurz UMA) nutzen. Das DRK hat der Stadt 627.100 Euro als Kaufpreis geboten.

Die Stadt würde mit einem Verkauf zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Zum einen ist das Haus stark sanierungsbedürftig - in Rede stehen Ausgaben in Millionenhöhe. Zum anderen war die Auslastung des Schullandheims zuletzt immer schlechter - sie lag nur noch bei knapp 29 Prozent; moderne Jugendherbergen sind längst attraktiver und preisgünstiger. Der Zuschussbedarf der Stadt lag zuletzt bei 200.000 Euro im Jahr. Aus haushalterischer Sicht droht das Heim zum Fass ohne Boden zu werden. Bei einem Verkauf würde die Stadt aushandeln, dass 25 UMA's aus Krefeld in dem Heim unterkommen.

(vo)
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