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Krefeld
Seidenweberei erfindet Altweiber-Krawatte
Krefeld: Seidenweberei erfindet Altweiber-Krawatte
Die Altweiberkrawatte macht das Abschneiden für die Damen einfacher. FOTO: Cravaseta
Krefeld. Die Seidenweberei Ludwig Güsken hat eine karnevalistische Marktlücke erschlossen: Die Firmentochter Cravaseta des Krefelder Traditionsunternehmens bietet in diesem Jahr erstmals eine spezielle Altweiberkrawatte an, die mit einer Schnittmarke ausgestattet ist. Von Martin Röse

Silvio Piseddu vom firmeneigenen Kreativteam entwickelte die Idee gemeinsam mit seiner Kollegin Mariola Schulz. Der 42-Jährige wurde vor einigen Jahren Altweiber-Opfer. "Vor 13 Jahren hatte ich in Gedanken meine Lieblingskrawatte angezogen. Die war ein Abschiedsgeschenk meiner Arbeitskollegen von meiner früheren Firma." An Altweiber fiel sie den neuen Kolleginnen bei Güsken zum Opfer. "Allerdings wurde ich gleich mit einer neuen Krawatte entschädigt."

Vor zwei Jahren hatte die Seidenweberei erstmals zwei Krawatten mit Karnevalsmotiven ins Programm aufgenommen. "Das lief sehr gut", berichtet Piseddu. In diesem Jahr bietet die Firma nun acht verschiedene Motive an. Dabei handelt es sich nicht um Seiden-, sondern um Polyesterkrawatten. Zum einen aus produktionstechnischen Gründen – die Motive gelangen per Digitaldruck auf den Stoff. Zum anderen aus Pflegegründen. "Gerade im Karneval kommt es häufiger zu Flecken – und die lassen sich aus einer Polyesterkrawatte leichter entfernen", sagt Piseddu. Gedruckt werden die Karnevalskrawatten bei Güsken, geschneidert bei Mainz Konfektion an der Jägerstraße. Bereits 350 Exemplare der Altweiberkrawatte wurden bislang verkauft, unter anderem über den Internethandel Amazon. Prominentester Käufer ist Krefelds Oberbürgermeister Gregor Kathstede. Für ihn lieferte Güsken eine Sonderanfertigung – statt einer einzigen Schnittmarke hat Kathstedes Modell gleich ein halbes Dutzend, damit morgen mehr Altweiber ihren Schnitt machen können.

Die Karnevalskrawatten gibt es im Werksverkauf, Gutenbergstraße 241, geöffnet von 9 bis 17 Uhr. Sie kosten 11,95 Euro.

Quelle: RP
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