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Lokalsport
Das dreckige Dutzend: Krefelds erster Beachhandballverein

Krefeld. Funsport: Aus einem ehemaligen Kegelclub hat sich ein Club gegründet, der am Löschenhofweg nun Beachhandball spielt.

Mit dem "BHC Das dreckige Dutzend & friends" beheimatet Krefeld nun seinen ersten offiziellen Beachhandballverein: Die jungen Männer kommen damit einem Trend nach, der zurzeit Europa erobert. "Schon seit dem Jahr 2004 werden offizielle Weltmeisterschaften im Beachhandball ausgetragen, seit Frühjahr diesen Jahres gibt es sogar die Überlegung, Beachhandball künftig in die olympischen Disziplinen aufzunehmen", sagt Teammitglied und Vorstandsvorsitzender Florian Ricks. "In der letzten Saison hat sich der Deutsche Handballbund dann nach einer mehrjährigen Pause wieder offiziell zum Beachhandball bekannt, und es wurde das erste Mal seit 2011 wieder ein Deutscher Meister ausgespielt."

In acht Turnieren, veranstaltet vom DHB, können die Teams nun auf der Deutschen Beachhandball-Tour (DBT) Punkte sammeln und sich so für das Finalturnier um die deutsche Meisterschaft, das Ende Juli in Kassel ausgetragen wird, qualifizieren. Auch der Krefelder Verein "BHC Das dreckige Dutzend & friends" jagt zurzeit den Punkten hinterher: Auf DBT-Turnieren haben die Sportler bisher 18 Punkte gesammelt, teilen sich damit momentan den neunten Platz in der Tabelle mit dem Club "BTVGA" aus Bartenbach. Zehn Mannschaften werden auf der Deutschen Meisterschaft um den Titel spielen, das für den Krefelder Beachhandballverein letzte Turnier auf der Tour am zweiten Juliwochenende in Hamburg wird entscheiden, ob die Krefelder eine Option auf den Titel haben.

"In erster Linie geht es natürlich um den Spaß und um die gemeinsamen Turniere, die wir als Team und als Freunde erleben", erzählt Timm Kupferschmidt. "Seit die Gründung des Vereins beim Notar durchgegangen ist, hat uns aber schon der Ehrgeiz gepackt. Wenn wir nicht in unserem ersten Jahr als offizieller Verein zur Deutschen Meisterschaft ziehen, werden wir es im nächsten Jahr schaffen." Ehemals als Funmannschaft begonnen, teilen viele Teammitglieder eine gemeinsame Vergangenheit: Die Ursprünge der Beachhandballmannschaft liegen in einem Kegelclub, der sich seit mehr als fünf Jahren einmal im Monat auf einer Uerdinger Kegelbahn trifft. "Außerdem sind viele von uns gemeinsam zur Schule gegangen und haben schon in der Jugend gemeinsam Handball gespielt", erzählt Ricks. "Im Unterschied zu unseren Kegelbahnabenden agieren wir jetzt als Team. Die Dynamik und die Spannung auf dem Feld sind dabei schon ein besonderer Kick."

Anders als beim regulären Handball spielen die Beachhandballteams mit vier Spielern auf dem Feld, und auch der Torhüter schaltet sich mit in die Angriffe ein. In zwei Halbzeiten wird um Punkte gekämpft, jede Halbzeit zählt dabei für sich. Für Nichtkenner des Sportes erscheint das Spiel dabei zuerst wie ein großes Durcheinander: Mit Tricks wie dem Spin-Shoot, dem Sprungwurf mit Drehung um die eigene Achse, dem Kempa-Trick, ein im Flug gefangen und dann geworfener Treffer, oder mit einem einfachen Tor können zwischen einem und zwei Punkte erzielt werden. Haben nach zwei Halbzeiten beide Mannschaften einen Halbzeitsieg errungen, geht es ins Penaltyschießen, in den sogenannten "Shoot-out". "Egal wie vorher gespielt wurde, hier ist dann noch einmal alles drin", sagt Timm Kupferschmidt und lächelt. "Im Shooutout wird nämlich so lange auf das Tor geworfen, bis eine Mannschaft eindeutig in Führung geht."

Als ehrgeiziger Sportverein trainiert "Das dreckige Dutzend and Friends" inzwischen regelmäßig im Beachclub Krefeld. Dort wird neben dem Gruppenzusammenhalt auch die Taktik des Teams geschult. Auch vor dem Arriba Beach Cup am kommenden Freitag, 10. Juli, in Hamburg werden hier noch einige Treffen stattfinden. Und vielleicht erklimmt Krefelds erster Beachhandballverein anschließend dann sogar das Treppchen beim DBT-Finale Ende Juli in Kassel.

(FR/oli)
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