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HSG: Mit Minikader zum Leichlinger TV

Lokalsport: HSG: Mit Minikader zum Leichlinger TV
Nicht nur in der Abwehr wird Gerrit Kuhfuß (Nr. 22) der HSG Krefeld bis zum Saisonende fehlen. Auch vorne am Kreis sorgte der 29-Jährige immer wieder für brandgefährliche Aktionen. FOTO: Lothar Strücken
Dritte Liga. Handball: Am Samstag sind die Krefelder als krasser Außenseiter beim Vorjahres-Meister in Leichlingen zu Gast. HSG-Trainer Olaf Mast plagen weiter große personelle Sorgen. Nur zwei Auswechselspieler stehen zu Verfügung. Von Sven Schaljo

Nach der erwarteten Niederlage bei nun feststehenden Meister Neuss am vergangenen Wochenende steht die HSG Krefeld am Samstag vor der nächsten ganz schweren Aufgabe. Immerhin geht es zum Leichlinger TV, dem Meister des Vorjahres und einem der offensivstärksten Teams der Liga. Mit 920 erzielten Toren ist der Angriff der Mannen von Trainer Frank Lorenzet einmal mehr einer der gefährlichsten überhaupt. Lediglich die hervorragend besetzte Mannschaft aus Hagen durfte mit 923 Toren dreimal mehr jubeln. Die offensive Spielweise zeigt sich allerdings auch auf der anderen Seite des Feldes. Denn mit 890 Gegentoren mussten sie auch hier die meisten der gesamten Liga hinnehmen. Das bedeutet, dass die Zuschauer bei Spielen des LTV stets ein Spektakel erwartet, das die Mannschaft allerdings aufgrund ihrer offensiven Durchschlagskraft in der Mehrzahl der Fälle für sich entscheiden kann. Entsprechend rangiert das Team mit 33 Punkten acht Zähler vor der HSG auf Rang fünf der Tabelle.

Bei noch zwei ausstehenden Spielen und Abständen von sechs Punkten auf Platz vier bzw. fünf auf Rang sechs ist dieser Tabellenplatz für den TV auch am Ende der Saison bereits fest gebucht. Dies ist bei der HSG ganz anders, denn die Krefelder können theoretisch noch Sechster, allerdings auch bis Rang 11 durchgereicht werden. Aktuell steht die Mannschaft punktgleich mit der SG Schalksmühle-Halver auf Platz acht der Tabelle. Dabei liegt das Team auch offensiv (sechstbester Angriff mit 803 Toren), wie defensiv (achtbeste Abwehr mit 804 Gegentoren) im Mittelfeld der Liga. Personell hat sich die Lage der Schwarz-Gelben im Vergleich zur Vorwoche durch den Ausfall von Gerrit Kuhfuß (siehe Kastentext) noch weiter verschlechtert. Trainer Olaf Mast werden am Samstag und wohl auch im letzten Saisonspiel gegen Ahlen nur zwei Auswechselspieler zur Verfügung stehen. Besonders in der Defensive wiegt der Ausfall des Leistungsträgers schwer, denn speziell gegen die so offensivstarken Leichlinger bricht damit eine ganz wichtige Säule der Defensive weg. Entsprechend skeptisch, zugleich aber kämpferisch, ist auch Trainer Olaf Mast: "Mit Gerrit Kuhfuß fehlt uns ein weiterer wichtiger Defensivakteur. Das zwingt uns erneut zu Umstellungen. Aber wie schon in der ganzen Saison werden wir wieder Lösungen finden und versuchen, aus Leichlingen etwas mitzunehmen."

Dass es für den sechsten Platz und damit die Qualifikation für den DHB-Pokal im nächsten Jahr noch reichen könnte, ist allerdings unwahrscheinlich. Konkurrent Baunatal dürfte nicht mehr punkten, die HSG selbst müsste beide Spiele gewinnen. So geht es für die Seidenstädter in den letzten Spielen wohl vor allem um die Ehre, denn es steht zu erwarten, dass Baunatal im Spiel gegen den Letzten aus Ratingen die fehlenden Punkte holt.

Quelle: RP
 
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