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Lokalsport
Saisonstart am Nürburgring

Lokalsport: Saisonstart am Nürburgring
Blick in die Boxengasse: Das Interesse an den aufgemotzten Rennwagen ist auch in der VLN-Rennserie enorm groß. So nah kommen Fans den Fahrer im Formel-Eins-Zirkus nicht. FOTO: Jan Brucke
Motorsport. Die VLN-Langstreckenmeisterschaft startet morgen - mit einem hiesigen Fahrer-Quintett. Von Martin Brock

Die beliebte Breitensportserie auf dem Nürburgring zieht auch Teams und Fahrer aus unserer Gegend immer wieder in die Eifel. Keine andere Serie bietet die Chance, in dem riesigen Startfeld mit fast 200 Autos um die Positionen zu kämpfen. Und das auch noch auf der wohl anspruchsvollsten und gefährlichsten Rennstrecke der Welt, der Nordschleife. Die Klassenvielfalt ist es, was die VLN spannend und fair macht. Denn in den 30 unterschiedlichen Einstufungen kämpft man immer gegen ebenbürtige Gegner. So kann der dicke Porsche mit über 500 PS aber trotzdem in einem Rennen mit Clios antreten, wobei letztere vielleicht 150 Pferdchen unter der Haube haben.

Wenn morgen mittag um 12 Uhr die Startampel auf grün schaltet, werden auch Tobias und Daniel Overbeck durchstarten. Die beiden 26- und 28-jährigen Kempener haben in der Winterpause einen Renault Megane Straßenauto zum Rennwagen umgebaut. Der 270-PS-Bolide soll in der Klasse VT2 an den Start gehen, also bei den seriennahen Tourenwagen bis 2 Liter Hubraum und mit Turboaufladung.

Detlef Langels (Grefrath) startet mit einem BMW Z4 E86 Coupé. FOTO: BRfoto

Mit 455 PS steht morgen wieder Norbert Bermes am Start. Der Anrather pilotiert einen Aston Martin Vantage V8 GT4 von Mathol Racing. Das Auto ist in den vergangenen drei Jahren in seiner Klasse stets die Nummer eins gewesen. Und 2016 soll es nicht anders sein, geht es nach Bermes: "Wir wollen weiter die Klasse anführen und möglichst viele Rennen gewinnen." Aus Grefrath reist Detlef Langels an den Nürburgring. Gemeinsam mit dem Kölner Markus Arndt startet er mit einem BMW Z4 E86 Coupé. In seiner Klasse SP5 sind nur reinrassige Rennwagen mit bis zu 3 Litern Hubraum zu finden. Die knapp 25 Kilometer lange Strecke wird in dieser Klasse mit etwa 150 Stundenkilometer im Durchschnitt umrundet. In Zeiten ausgedrückt bedeutet dies 9.30 bis 10.00 Minuten benötigen die Autos pro Runde. Zum Vergleich: Die schnellsten Autos der GT3-Kategorie sind beim Durchschnitt nochmal 30 km/h schneller und kratzen damit an der 8-Minuten-Marke.

Klaus Abbelen ist so einer, der mit seinem Porsche 991 GT3 R ganz vorne mitmischt. Der Unternehmer aus Vorst wohnt inzwischen wenige Kilometer neben dem Nürburgring und führt dort seinen eigenen Rennstall "Frikadelli Racing".

FOTO: BRfoto

Auch in einem Porsche, aber dann doch nicht ganz so schnell unterwegs, ist Alexander Boquoi aus Kempen. Er fährt einen Cup-Porsche bei einem der am Ring bekanntesten Teams Black Falcon. Boquois Teamkollegen haben schon das 24-Stunden-Rennen mit einem Mercedes SLS AMG GT3 gewonnen. Für ihn selbst geht es um den Klassensieg in der Klasse SP7 (reinrassige Rennwagen bis 4 Liter Hubraum).

Ob am Ende auch einer der Piloten aus unserer Gegend um die Meisterschaft mitfahren kann, zeigt sich erst nach sieben der zehn Rennen. Iin der VLN werden einem am Saisonende die beiden schlechtesten Ergebnisse gestrichen. Letztlich kann nur Meister werden, wer achtmal seine Klasse gewinnt und dabei möglichst viele Klassengegner hat. Denn je mehr antreten, desto mehr Punkte kann man machen.

Alexander Boquoi (Kempen) fährt im Porsche des Teams Black Falcon. FOTO: BRfoto
Quelle: RP
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