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Lokalsport
Trainerlegende Peter Kaczmarek zieht sich zurück

Krefeld. Eishockey: Gesundheitliche Gründe haben den 63-Jährigen zur neuen Spielzeit dazu bewogen, deutlich kürzer zu treten. Von Frank Langen

Wenn der KEV'81 zum Ende der Sommerferien seine Mannschaften für die kommende Saison endgültig zusammengestellt hat, wird nach 33 Jahren erstmals der Name Peter Kaczmarek bei den KEV-Trainern fehlen. Der Abschied des gebürtigen Polen als Übungsleiter eines Nachwuchsteams geschah allerdings nicht freiwillig. "Ich habe mich Ende März vom Arzt durchchecken lassen und danach die Empfehlung bekommen, künftig etwas kürzer zu treten. Diesem Rat bin ich nun gefolgt. Jetzt habe ich zwar etwas mehr Zeit für die Familie, aber es wird mir schon fehlen, am Wochenende eine Mannschaft zu betreuen", sagt Kaczmarek über den überraschenden Schritt, der ihm sehr schwer gefallen ist.

Immerhin hat der inzwischen 63-Jährige in dem über drei Jahrzehnte andauernden Zeitraum seiner Tätigkeit als Nachwuchstrainer zahlreiche Eishockey-Talente wie zum Beispiel Christian Ehrhoff, Daniel Pietta, Christian Kretschmann, Marcel Noebels, Patrick Klöpper, Philipp Riefers oder Pascal Zerressen entdeckt, die den Sprung in den Profibereich, die Nationalmannschaft und sogar bis hin in die nordamerikanischen Profiliga NHL geschafft haben. "Peter hat mich zum Eishockey gebracht und ist danach ein großer Förderer von mir gewesen. Ohne ihn wäre ich heute nicht da, wo ich jetzt bin", sagt Pinguin-Spieler Daniel Pietta.

Sehr zur Freude des KEV'81 bleibt Kaczmarek dem Krefelder Eishockeysport in anderer Funktion allerdings noch erhalten. In der Laufschule wird er weiterhin Talente sichten und wenn der nächste Schritt erfolgt, im Bambinibereich auch die schlittschuhläuferische Ausbildung übernehmen, für die Krefeld deutschlandweit bekannt ist. Auch im administrativen Bereich ist Kaczmarek weiterhin bei der Erstellung der Trainings- und Spielpläne federführend tätig.

"Für uns ist es aufgrund der gesundheitlichen Situation Schade, dass Peter keine Mannschaft mehr übernehmen kann. Wir sind aber glücklich, dass er für die Grundausbildung bei den ganz Kleinen noch zur Verfügung steht und uns im Bereich abseits der Eisfläche sehr stark entlastet", sagt KEV-Vorstandsmitglied Elmar Schmitz, der hofft, dass die Nachfolger Oliver Jöbkes und Robin Beckers als künftige Trainer der Knaben A und Bambini A die erfolgreiche Arbeit beim KEV'81 im Sinne ihres Vorgängers fortführen werden.

Quelle: RP
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