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Krefeld
Uerdingens erste Kaffeerösterei - mit Café

Krefeld: Uerdingens erste Kaffeerösterei - mit Café
In der gusseisernen Röstmaschine wird das Aroma aus den grünen Kaffeebohnen "herausgekitzelt". Sascha und Christine Tessier in ihrem Geschäft "beans & sweets". Rechts außen: das markante Eckhaus an der Niederstraße. FOTO: T. lammertz
Krefeld. In der Fußgängerzone Niederstraße haben die Geschwister Christine und Sascha Tessier ihr Geschäft "beans & sweets" eröffnet. Sie rösten Kaffee aus sechs Anbauländern und bieten selbst gebackene Kuchen, Cupcakes und Muffins an. Von Jochen Lenzen

Auf dem Eichenholzboden stehen kräftige Holztische und Stühle; die Wände sind ebenso blank wie die Glühbirnen an der Decke, und auch die Theke mit den Hockern davor vermittelt eine Atmosphäre, die an eine Werkstatt erinnert. In einer Ecke stechen dicke gemütliche Ledersessel neben einem alten Holzschrank mit messingfarbenen Kaffeeschütten hervor. "Industrial upgrade" nennt sich dieser Stil, in dem Uerdingens erste Kaffeerösterei mit zugehörigem Café in der Fußgängerzone Niederstraße 79 ausgestaltet ist.

Inhaber sind Christine und Sascha Tessier. Die gelernte Maskenbildnerin und Friseurin - in beiden Berufen hat sie ihren Meister gemacht - und ihr Bruder Sascha (35), gelernter Metzger, sind in Kanada aufgewachsen und waren vor acht beziehungsweise 13 Jahren nach Deutschland gekommen. "Ich wollte immer schon ein Café eröffnen, und weil wir beide gern und viel Kaffee trinken, haben wir einmal probiert, wie Kaffee aus kleinen Privatröstereien schmeckt", erzählt die 37-Jährige. "Wir haben uns näher mit dem Thema befasst und schließlich Kurse in der Kaffeeschule in Berlin absolviert. Und als wir dann hier in Uerdingen dieses schöne Haus mit den auffällig großen runden Fensterscheiben gesehen haben, freuten wir uns, dass dahinter eines Tages ein Schild ,Zu vermieten' zu lesen war."

Inzwischen rösten die Geschwister in ihrem Geschäft, das sie "beans & sweets" genannt haben, Kaffeebohnen der Sorte Arabica aus Äthiopien, Brasilien, Honduras und Peru sowie der Sorte Robusta aus Indien und Indonesien. "Während der Arabica-Kaffee aromastärker ist und eine fruchtig-nussige Note hat, ist der Robusta-Kaffee koffeinstärker und etwas toastiger im Geschmack", findet die Inhaberin. Die Kaffeebohnen beziehen die Tessiers derzeit noch von einem Hamburger Großhändler. "Unser Ziel ist es aber, den Kaffee künftig direkt von den Bauern in den Herkunftsländern zu beziehen."

Geröstet wird bei laufendem Café-Betrieb, damit die Gäste - vom Mittzwanziger bis zum Senior - das miterleben können. Dafür hat das Geschwisterpaar eine 20.000 Euro teure gusseiserne Röstmaschine aus den Niederlanden angeschafft, die sie kurz hinter dem Eingang postiert haben. Die Röstzeiten liegen zwischen zwölf und 16 Minuten. "Für den normalen Kaffee müssen die Bohnen in der Röstmaschine einmal, für den Espresso zweimal knacken", erklärt Christine Tessier. Angeboten werden fünf pure Kaffees und eine Mischung; Espresso gibt es aus sechs verschiedenen Bohnen pur und in zwei Mischungen - auch als Milchkaffee, Cappuccino und Latte macchiato.

Das "sweets" im Namen des Geschäfts, das außer montags um 9.30 Uhr und sonntags um 12 Uhr öffnet, bezieht sich auf Kuchen, Cupcakes und Muffins, die die Inhaberin alle selbst backt. Der deftigere Geschmack wird durch belegte Brote und manchmal auch durch Omelett-Muffins bedient. Ansonsten dient der kleine Herd hinter der Theke ausschließlich zum Schmelzen von Schokolade.

Quelle: RP
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