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Krefeld
Verdi handelt Tariflohn für Primark

Krefeld. Krefelds DGB-Chef Ralf Köpke: "Wir freuen uns über das verfrühte Weihnachtsgeschenk für die Beschäftigten."

Es ist ein Abschluss, der das Ansehen Primarks als Arbeitgeber stärkt: Der Textildiscounter und die Gewerkschaft Verdi haben sich darauf geeinigt, dass die 7000 Beschäftigten künftig nach den Flächentarifen des Einzel- und Versandhandels bezahlt werden.

"Ein großer Erfolg für Verdi und ein Durchbruch zu angemessenen Tariflöhnen auch bei Primark", sagte dazu Krefelds DGB-Chef Ralf Köpke auf Anfrage; Köpke würdigte den Abschluss als einen aus Gewerkschaftssicht wichtigen Schritt auch des Unternehmens. "Wir freuen uns über dieses verfrühte Weihnachtsgeschenk für die Beschäftigten." Die Beschäftigten profitieren künftig nach Gewerkschaftsangaben von Entgeltsteigerungen, besseren Zuschlags- und Sonderzahlungsregelungen sowie der Anerkennung ihrer Berufsjahre bei Primark, die auch zu mehr Entgelt führen. Im Vorfeld der Eröffnung von Primark im Oktober 2014 in Krefeld gab es Vorwürfe, das Unternehmen würde in Krefeld nur "prekäre" Jobs auf 450-Euro-Basis schaffen. Damals hatte die Arbeitsagentur das Unternehmen verteidigt. In Krefeld gebe es unter den rund 300 Mitarbeitern einen großen Anteil an sozialversicherungspflichtigen Stellen, Vollzeit- und Teilzeitstellen, Führungspositionen und auch Minijobs, hieß es damals. Primark hatte unter anderem 131 Arbeitslose eingestellt.

(vo)
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