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Alkohol Hauptursache
Zahl der Drogentoten in Krefeld steigt

Hier trifft sich die Trinker-Szene in den Städten
Hier trifft sich die Trinker-Szene in den Städten FOTO: Reichartz, Hans-Peter
Krefeld. 47 Männer und Frauen sind in Krefeld an den Folgen des Drogenkonsums gestorben. Für 41 Menschen spielte der übermäßige Alkoholgenuss die entscheidende Rolle.

Sechs Suchtkranke starben zum Teil nach langjähriger Einnahme von verbotenen Substanzen nach dem Betäubungsmittelgesetz. Das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik (IT.NRW) machte diese Zahlen für das vorvergangene Jahr am Mittwoch publik.

Im Berichtsjahr 2014 schieden in Krefeld insgesamt 2545 Personen aus dem Leben. Der Anteil der Bewohner, die an den Folgen des Drogenkonsums gestorben sind, beträgt 1,8 Prozent (2013: 1,5 Prozent).

Insgesamt gab es in Nordrhein-Westfalen 3167 Drogentote. Die Zahl liegt um 0,9 Prozent niedriger als im Jahr zuvor. In Krefeld ist die Zahl um 14,6 Prozent von 41 auf 47 gestiegen. Der Anteil dieser Sterbefälle an allen Gestorbenen lag in NRW bei rund 1,6 Prozent (Krefeld wie erwähnt 1,8 Prozent).

88,5 Prozent der Drogentoten starben aufgrund von Alkoholkonsum (2802 Fälle). In den übrigen 365 nicht-alkoholbedingten Fällen war die Einnahme von psychotropen Substanzen oder Betäubungsmitteln ursächlich für den Tod.

Die meisten Todesfälle wurden durch nicht- alkoholbedingten Drogenkonsum im Jahr 2004 in der Altersgruppe der 35- bis 39-Jährigen, 2009 bei den 40- bis 44-Jährigen und 2014 bei den 50- bis 54-Jährigen verzeichnet. Wie IT.NRW weiter mitteilt, wurden die landesweit höchsten Anteile von Drogentoten mit jeweils 2,4 Prozent in Köln und Gelsenkirchen verzeichnet. Die Kreise Olpe und Höxter wiesen mit 0,8 Prozent die niedrigsten Werte auf.

(sti)
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