| 00.00 Uhr

Sportpolitik
Nach kurzer Auszeit mit Vollgas zurück

Kreis Heinsberg. Ronnie Goertz bleibt der Vorsitzende des Kreissportbundes Heinsberg. Das ergaben die Vorstandswahlen bei der Mitgliederversammlung des KSB. Von Anke Backhaus

Mit Blick auf das Jahr 2015 war nicht unbedingt zu erwarten, dass Ronnie Goertz auch in Zukunft die Geschicke des KSB führen wird. "Da ging viel hin und her - daran bin ich nicht unschuldig", sagte der alte und neue Vorsitzende. Goertz hatte im vergangenen Jahr für das Geilenkirchener Bürgermeisteramt kandidiert, musste nach der entscheidenden Stichwahl das Feld aber Georg Schmitz überlassen. "Ich habe mir nach der Wahl etwas Zeit gegönnt und mich dann entschieden, aus der Überzeugung heraus mein Amt beim KSB weiterzuführen", sagt Goertz.

Peter Derichs und Heino Hamel machen als Goertz' Stellvertreter weiter, die Kasse bleibt in der Hand von Philipp Konietzka. Goertz dankte seinem Vorstandsteam dafür, dass es ihm in der Zeit der Bürgermeisterkandidatur den Rücken freigehalten habe. Künftig sollen die vielfältigen Aufgaben des Vorstandes neu strukturiert und verteilt werden. In den kommenden Jahren sieht der KSB seine Aufgabe vordergründig darin, die Mitgliedsvereine noch stärker bei der zukunftsfähigen Gestaltung des organisierten Sports im Kreis Heinsberg zu unterstützen. Vor allem mit Blick auf den Kampf gegen schwindende Mitgliederzahlen, dem Rückgang vom im Wettkampfbetrieb gemeldeten Mannschaften und der Gewinnung ehrenamtlicher Mitarbeiter.

Die beim KSB aktiven Fachkräfte haben zahlreiche Projekte initiiert und erfolgreich umgesetzt. Dazu zählen beispielsweise die Programme "NRW bewegt seine Kinder" (Fachkraft Berit Baumeister) und "Bewegt älter werden / gesund bleiben in NRW" (Fachkräfte Margit und Mathias Vonderbank). "Gerade in diesen Bereichen haben die Fachkräfte Enormes auf die Beine gestellt", sagt Goertz. Daraus entstanden sind mittlerweile funktionierende Kooperationen.

Für etwas Diskussion sorgte der Tagesordnungspunkt Erhöhung der Mitgliedsbeiträge. Seit rund 15 Jahren, so Goertz, seien die Beiträge stabil geblieben. Die Erhöhung sei nötig, um den Haushalt aufrecht zu halten und Spielraum für Projekte zu schaffen. Erhöht wird die Grundpauschale pro Verein (von 15 auf 50 Euro), die Beiträge je erwachsenes Mitglied (0,30 Euro - an den KSB) und je Vereinsmitglied (0,10 Euro - an den Landessportbund NRW) bleiben unverändert.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Sportpolitik: Nach kurzer Auszeit mit Vollgas zurück


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.