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Rennsaison mit zwei Siegen eröffnet

Motorsport: Rennsaison mit zwei Siegen eröffnet
Ein heißer Kampf: Auf dem Hockenheimring lieferten sich die Dauerrivalen Helmut Hess (l.) und sein ärgster Rivalen Cocciarelli erneut packende Zweikämpfe. FOTO: INGA WARKEN
Hückelhoven. Motorsport: Hückelhovener Hess-Team im Historic-Race-Cup auf Hockenheimring mit Raynard Ford wieder feste Größe Von Hans Groob

In die Mission "Titelverteidigung" ist der Hückelhovener Motorsportler Helmut Hess grandios eingestiegen: Auf dem Hockenheimring sicherte sich der 65-Jährige in seinem Raynard SF 88 Ford die ersten beiden Läufe im AvD-Histo-Race-Cup. Hess, dessen Formel-Renner aus dem Jahre 1988 nach wie vor von ihm selbst und seinem Boxenteam mit Karl-Heinz Darius und Thomas Brömmer vorbereitet wird, gewann beide Rennen in der Klasse German-Open 3 (Fahrzeuge bis 2 Liter Hubraum und Baujahr 1988 und älter) überlegen über die jeweils 20 Minuten dauernde Renndistanz. Es handelt sich dabei um reine Sprintrennen, in denen die Taktik nur eine untergeordnete Rolle spielt.

Der Saisonauftakt auf dem 4,574 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs war geprägt von sehr unterschiedlichen Witterungsbedingungen. Zeitnahmeexperte Karl-Heinz Darius: "Wir mussten uns auf T-Shirt- und auf Parka-Wetter einstellen, wobei für unser Fahrzeug die Reifenwahl mit entscheidend war. Im Rennen zwei mussten wir von Slicks auf Regenreifen umrüsten."

Wie gut die Hückelhovener beim "Preis der Stadt Stuttgart" drauf waren, zeigte sich schon beim Training, in dem die GO3-Klasse eindeutig (3,008 Sekunden vor dem Zweitbesten) beherrscht wurde - 1:51,257 Minuten bedeuteten sogar die zweitbeste Notierung klassenübergreifend unter 52 Teilnehmern. Schnellster war ein March 753 mit Toyota Novamotor.

Auch in den beiden Wertungsläufen fuhr die gelbe Startnummer 326 aus Hückelhoven immer vorneweg. Nach elf Runden wurde Helmut Hess mit 15.049 Sekunden Vorsprung vor Roberto Cocciarelli (Swift DB3 Ford) aus Rothenburg ob der Tauber als Sieger abgewunken.

Im zweiten Lauf gab es dann auch wieder optimale Punktausbeute, auch im Hinblick auf die Jahreswertung. Aber bei strömendem Regen ging die Sache für den Rheinländer bedeutend knapper aus, lag er im Ziel nach acht Runden doch nur den Wimpernschlag von 0,012 Sekunden vor seinem Dauerrivalen aus Mittelfranken. Das aber hatte einen Grund, der fast den Sieg gekostet hätte: Mit 30 Metern Vorsprung auf Cocciarelli fuhrt Hess eigentlich auf der sicheren Seite, ehe sich in der Schlusskurve vor ihm ein Formel-2 drehte.

Um einen Crash zu vermeiden, musste Hess stark in die Eisen steigen, mit der Folge, dass der sichere Vorsprung dahin war, bis auf die Winzigkeit von 0,012 Sekunden zusammenschrumpfte.

Die Zeit bis zum nächsten Rennen wird das Hess-Team aus Hückelhoven nun ausgiebig nutzen, um am 17. Juni beim Historic-Race auf dem Nürburgring wieder einen optimal vorbereiteten Renner auf den Asphalt-Rundkurs stellen zu können.

Quelle: RP
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