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Vierter Triumph in Serie in Zolder

Motorsport: Vierter Triumph in Serie in Zolder
Kenneth Heyer (r.) und Dylan Derdaele (l.) zeigen es mit ihren Händen an: Nach 2013, 2014 und 2015 siegten sie zum vierten Mal in Folge beim 24-Stunden-Rennen in Zolder. Gefeiert wird mit Teamchef Patric Derdaele. FOTO: Team Derdaele
Wegberg. Motorsport: Am Steuer eines Porsche 991 jagt der Wegberger Rennfahrer Kenneth Heyer mit seinen Kollegen für das Derdaele-Belgium-Racing-Team 754 Mal über die alte Grand-Prix-Piste beim 24-Stunden-Rennen im belgischen Zolder. Von Hans Groob

Wenn drei Erfolge in Serie das Prädikat Hattrick oder Triplesieger bekommt, was verdienen dann vier? Eventuell Quadtrick, oder gar Grand Slam, der aber gehört zum Tennissport und ist die Summe der vier Masterturniere. Der Wegberger Rennfahrer Kenneth Heyer fasst seine Gefühle in einen Satz: "Ich kann es noch gar nicht richtig begreifen."

Es ist aber Realität: Nach 2013, 2014 und 2015 saß er jetzt zum vierten Mal in Folge mit am Steuer eines Porsche 991, der beim 24-Stunden-Rennen im belgischen Zolder als Gesamtsieger abgewunken wurde. Auf der nur vier Kilometer langen ehemaligen Grand-Prix-Rennstrecke, die an der A 2 unmittelbar am Albertkanal liegt und aus dem Kreis Heinsberg locker in einer Stunde zu erreichen ist, war Kenneth Heyer erneut von Teamchef Patric Derdaele für das Belgium-Racing-Team verpflichtet worden: "Was die Familie Derdaele da auf die Räder stellt, das ist schon 120 Prozent Einsatz und intelligente Organisation - Hut ab", sagt Heyer.

Der 36 Jahre alte Wegberger fuhr die 24-Stunden in Zolder mit Dylan Derdaele (auch vierter Sieg), Peter Hoevenaars (3), Yannick Hoogaars (1) und Marc Goossens, der sogar sechsfacher Sieger ist, zwei davon im Derdaele-Team. Das Quintett absolvierte sage und schreibe 754 Runden und ließ damit bei der Rennleitung 21 Runden mehr notieren als der zweitplatzierte Porsche 991 des belgischen Konkurrenten Mext-Racing, der allerdings in einen kleinen Unfall verwickelt war.

Das Rund-um-die-Uhr-Rennen war geprägt vom Wetter und viel Verkehr, waren doch 54 Boliden auf der Piste. Kenneth Heyer stellt fest: "Ich hatte alleine bei meinem Doppelstint von drei Stunden gefühlte zehn Mal Bedingungen, die nach Regengüssen eigentlich einen Reifenwechsel nötig gemacht hätten." Doch er fuhr weiter mit Slicks, was auch Marc Goossens (45) tat, "und so konnten wir einen fetten Vorsprung herausfahren". Das mutig-routinierte Verhalten sieht Heyer als Schlüssel zum Erfolg - und: "Dass wir als Team so eingeschossen sind, um solche Bedingungen zu meistern, ohne gleich dreimal die Räder zu wechseln, und vor allem, das Auto ohne Kratzer durchs Rennen zu tragen." Da war klar, dass das Belgium-Racing-Team nach dem Sprung aufs oberste Podium auch noch ein paar Stunden im "Begrenzer" zünftig feiern würde. Für Heyer eine gute Gelegenheit, seinen Schweizer Freunden von Hofor-Racing zu gratulieren, die einen BMW M3 in der Klasse Belcar4 mit 687 Runden auf Rang zwei steuerten. Am ersten September-Wochenende sitzt Heyer wieder im Mercedes SLS AMG GT3 mit der Startnummer 10, der von Hofor-Racing für das 24-Stundenrennen von Barcelona gemeldet ist. Übrigens ist auch das eine Erfolgsgeschichte mit Heyer, denn in der 24-Stunden-Creventic-Serie endete Barcelona im Jahr 2013 auf P1, 2014 auf P3 und 2015 auf P2.

Quelle: RP
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