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Energie für kleine Patienten einsetzen

Langenfeld. Die Notfallpraxis an der Klosterstraße, die letztes Jahr auf der Kippe stand, bleibt zwar. Doch der Kinderärztliche Notdienst wird darin seit dieser Woche nicht mehr angeboten. Das bringt nicht nur Eltern auf die Barrikaden.

Die zum 1. April angekündigte Schließung des kinderärztlichen Notdiensts in Langenfeld hat die Wogen hochschlagen lassen. Eltern mit Kindern demonstrierten vor der Notfallpraxis an der Klosterstraße, die seit dem 1. Februar nicht mehr vom Ärzteverein Südkreis Mettmann betrieben wird, sondern von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV). Die hatte angeordnet, dass seit dieser Woche die zum Notdienst eingeteilten Kinderärzte nicht mehr die Räume an der Klosterstraße nutzen dürfen, sondern dieses Angebot bis Ende März in den eigenen Praxen vorhalten sollen.

Und ab April in Velbert, neben Ratingen nach den KV-Plänen dann die einzige Kinder-Notfallpraxis im Kreis Mettmann. Nach dem Murren des Ärztevereins ob dieser Änderungen schwang KV-Sprecher Christopher Schneider die große Keule: Mediziner, die sich nicht an ihre Dienstverpflichtung hielten, müssten mit einem Disziplinarverfahren rechnen. Schlagkraft dieser Art wünschte man der KV bei der Aufgabe, jungen Familien im südlichen Kreisgebiet weiter einen wohnortnahen Notdienst anzubieten.

Als Obmann der Kinderärzte im Südkreis verweist der Langenfelder Dr. Holger Muscheid auf jährlich 7000 an der Klosterstraße behandelte Kinder und Jugendliche, viele hochfiebernd, mit Verbrühungen, Entzündungen oder schweren Verletzungen. Man muss kein Mediziner sein um zu wissen, dass eine etwa 50 Kilometer lange Fahrt in den Nordkreis für betroffene Kinder und besorgte Eltern nicht zumutbar ist.

Quelle: RP
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