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Langenfeld/Düsseldorf
IHK wendet sich gegen Fahrverbot für Dieselautos

Langenfeld/Düsseldorf. Langenfeld hat zwar eine Umweltzone, aber ein Fahrverbot für Dieselfahrzeuge - wie es 2018 in Stuttgart zu erwarten ist - soll es in Nordrhein-Westfalen nicht geben. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Düsseldorf sieht sich durch die ablehnende Haltung der Bezirksregierung Köln und der NRW-Landesregierung zu Dieselfahrverboten - als Reaktion auf das Urteil des Verwaltungsgerichts Stuttgart - bestätigt. "Fahrverbote sind keine effiziente Lösung zur Luftreinhaltung in Innenstädten", so Dr.

Gerhard Eschenbaum, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf. Die IHK-Vollversammlung hatte bereits Ende Mai Vorschläge zum Luftreinhalteplan Düsseldorf beschlossen, die ohne Fahrverbote auskommen. Und gemeinsam mit dem DGB-Stadtverband habe sich die IHK nochmals Mitte Juli gegen die Verbannung von Dieselfahrzeugen aus den Innenstädten ausgesprochen. Fahrverbote sind laut Eschenbaum "ein großes Standortrisiko, da sie Handel, Handwerk und Gewerbe schädigen.

Innenstädte verlieren an Attraktivität für Pendler und Kunden." Die Bezirksregierung Düsseldorf solle auf Fahrverbote verzichten, bis das Bundesverwaltungsgericht endgültig geklärt habe, "ob Fahrverbote für ältere Diesel überhaupt möglich sind". Zur Minderung von Stickoxiden sei das Mobilitätsmanagement zu verbessern. Über City-Logistik und Elektrofahrzeuge berate die IHK.

(mei)
 
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