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Langenfeld
Junge Polen besuchen Langenfeld

Langenfeld. Jugendliche aus der Partnerstadt Gostynin freuen sich auch auf das EM-Spiel.

Zum Abschied wurde noch mal gemeinsam gekocht - es gab Piroggen und Zurek, beides polnische Spezialitäten. Eine Woche lang waren acht Jugendliche und zwei Lehrerinnen aus der Partnerstadt Gostynin zu Gast in Langenfeld. Zusammen mit elf Schülern der Kopenikus-Realschule befassten sie sich diesmal schwerpunktmäßig mit der deutsch-polnischen Geschichte, erlebten aber auch viele gesellige Stunden.

"Mir hat besonders der prächtige Dreikönigsschrein im Kölner Dom gefallen", erzählt Rafa Sielaczek. Vom Moviepark in Bottrop ist der 16-Jährige ebenfalls begeistert. Ob Bowling, Wasserski oder Picknick im Freizeitpark - der Spaß kam bei dem Langenfeld-Aufenthalt nicht zu kurz. Aber auch das Schwerpunktthema wurde ausführlich behandelt. So besuchten die Schüler vom Gimnazjum Nr. 2 in Gostynin das Langenfelder Stadtmuseum, den Düsseldorfer Landtag samt Fernsehturm und Köln, wo ebenso wie in Langenfeld eine Stadtführung stattfand.

In der Domstadt beschäftigten sich Gastgeber und Gäste auch mit dem Nationalsozialismus. "Wir waren im NS-Dokumentationszentrum mit den früheren Gestapo-Zellen", erzählt Kopernikus-Realschüler Leon Klimmek (14). Wichtig aus seiner Sicht: Vieles wurde in gemischten Gruppen gemacht, so dass Langenfelder und Gostyniner immer wieder miteinander ins Gespräch kamen. "Neue Freundschaften" seien auf diese Weise entstanden, sagt Aleksandra Slatkowska (15). Die junge Polin war besonders von der Mahn- und Gedenkstätte in Düsseldorf beeindruckt. So wie Emily Himmel (15) von der Kopernikusschule: "Gut finde ich, dass dort geschildert wird, wie Kinder und Jugendliche Krieg und Verfolgung erlebten."

Unterstützt wurde der Besuch nicht nur von den Partnerschaftsvereinen beider Städte, sondern auch vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk. "Für 2017 wollen wir einen Gegenbesuch organisieren", kündigt Elmar Widera vom Langenfelder Partnerschaftskomitee an.

(gut)
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