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Monheim
Monheimer organisieren Geschenke für Kinder

Monheim. Jedes Kind in Monheim soll zu Weihnachten ein Geschenk bekommen - auch Kinder, deren Familien nur wenig Geld haben. Deshalb startete Monheim jetzt zum fünften Mal in Folge den Verkauf seiner "Monheimer Weihnachtssterne": 15 Euro kosten die roten Papiersterne, von denen jeder symbolisch für ein Geschenk steht. Die Aktion kommt aus dem Haus der Chancen an der Friedenauer Straße 17c; beteiligt sind das Beratungs-Centrum, die Awo-Suchtberatung, die Familienhilfe, die Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche sowie das Jugendamt der Stadt Monheim. Von Daniel Gehrmann

"Die Aktion war in den vorigen Jahren sehr erfolgreich, weil die Spenden in Monheim bleiben und der Erfolg damit greifbar und kontrollierbar ist", sagt Bürgermeister Daniel Zimmermann. Verkauft werden die Sterne auch auf dem Nikolausmarkt in Baumberg und auf dem Monheimer Weihnachtsmarkt, wo sie in den vergangenen Jahren reißenden Absatz fanden. "Das rappelt richtig", berichtet Dieter Requadt, Leiter der Awo-Suchtberatung Monheim-Langenfeld: "Viele Besucher des Weihnachtsmarktes kennen das schon, da muss man nicht mehr viel erklären."

In diesem Jahr sollen auch Flüchtlingskinder in die Geschenkaktion einbezogen werden, erklärt die städtische Bereichsleiterin Kinder, Jugend und Familie, Simone Feldmann: Ein Teil der Geschenke solle in der Notunterkunft in Baumberg an die Kinder verteilt werden, die zu Weihnachten dort untergebracht sind; die anderen Kinder sollen über ihre Schulen erreicht werden. Schulen sind nicht nur bei der Verteilung, sondern auch bei der Auswahl der Geschenke die Kooperationspartner. Lehrer sollen für jedes Kind auf einer Liste ein geeignetes Geschenk aussuchen und ankreuzen. Das können Bücher, Malsachen oder Spiele sein. "Bei der Verteilung achten wir darauf, dass kein Kind bloßgestellt wird und es nicht vor anderen so aussieht, als ob es sonst nichts bekommen hätte", sagt der stellvertretende Bereichsleiter des Jugendsamts und Leiter der sozialpädagogischen Dienste Friedhelm Haussels.

Beim ersten Durchgang 2011 kamen 8000 Euro zusammen. 2013 stieg der Betrag auf mehr als 10.000 Euro und 2014 auf 12.000 Euro. Zum Teil haben sogar Kinder von ihrem Taschengeld auf dem Weihnachtsmarkt einen Stern für andere Kinder gekauft; für sie gab es dann auch schon mal einen Stern für nur fünf oder zehn Euro. Da die Geschenke schon besorgt werden müssen, bevor die Spendenaktion abgeschlossen ist, orientiert man sich beim Einkauf an der Spendenhöhe vom Vorjahr. Wenn die Spenden höher ausfallen und Geld übrig bleibt, wird es für soziale Zwecke genutzt. "Jeder Monheimer kann sicher sein, dass das Geld bei den Kindern ankommt", sagt Zimmermann.

Quelle: RP
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