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Monheim
Neues Quartier wertet Monheim-Süd auf

Monheim: Neues Quartier wertet Monheim-Süd auf
Lindenbäume geben dem neuen Wohnquartier im Monheimer Süden ihren Namen. Wenn der Hauptschulstandort schließt, kann es verwirklicht werden. FOTO: Büro Ulrich Hartung
Monheim. Wenn die Anton-Schwarz-Hauptschule im Sommer ihren Standort schließt, ist dort viel Platz für 230 neue Domizile und kreative Wohnformen. Von Petra Czyperek

In das neue, weitgehend autofreie Wohnquartier "Unter den Linden" sollen demnächst viele Familien einziehen. Und es gibt Platz für Mehrgenerationenkonzepte sowie Domizile mit Ateliers, die das Arbeiten von zu Hause aus ermöglichen. Die Politiker im Planungsausschuss stimmten jetzt mehrheitlich mit den Stimmen von Peto, SPD und Grünen für die öffentliche Auslegung des Bebauungsplans. Die CDU votierte dagegen. Als Grund gab Markus Gronauer an, seiner Fraktion sei die Anzahl der geplanten Wohneinheiten um zehn bis 15 Prozent zu hoch. Man habe bereits im Vorfeld angeregt, die Zahlen zu reduzieren. Das sei aber nicht geschehen. Die Entwürfe des Architekturbüros Ulrich Hartung aus Bonn hingegen hätten bei der CDU Zustimmung gefunden.

Der Entwurf sieht insgesamt 230 neue Wohnungen auf 15.900 Quadratmetern mitten im Berliner Viertel vor, erläuterte Chefplaner Thomas Waters. Die sind in elf Häuserzeilen von Ost nach West angeordnet. Die Zeilen haben mit drei bis fünf Etagen unterschiedliche Höhen. Sie sollen die Wohnstruktur im südlichen Stadtteil aufwerten und damit dessen gesamtes Image verbessern. So gibt es teilweise private Gärten, ehr halböffentliche Höfe und öffentliche Bereiche. Außerdem ist ein 200 Meter langer und zwischen 17 bis 50 Meter breiter Park geplant. Der teilt das Quartier in zwei Wohnbereiche. Der Park verbindet den Nord-Süd-Grünzug und die Freiflächen der Hermann-Gmeiner-Grundschule. "Es wird viele Spielmöglichkeiten und Sitzplätze geben", plant die Stadtverwaltung. Außerdem sollen dort große Lindenbäume gepflanzt werden, die den neuen Wohnungen ihren Namen geben. Entlang der Wege und an den Straßen werden ebenfalls viele Linden wachsen, so die Idee.

Die neu gegründete städtische Wohnungsgesellschaft soll die mehrgeschossigen Häuser nach dem entsprechenden Ratsbeschluss bauen, wenn die Anton-Schwarz-Hauptschule im Sommer dieses Jahres ihren Standort schließt und später abgerissen wird.

Das neue Wohngebiet wird über die Erich-Klausener-Straße sowie über die Grunewaldstraße erschlossen. Pro Wohnung ist ein Parkplatz vorgesehen. Dafür werden zwei Tiefgaragen gebaut. Für Besucher sind insgesamt 58 Stellplätze an der Erich-Klausener-Straße vorgesehen.

Das 2,2 Hektar große Gebiet wird im Norden durch die Erich-Klausener-Straße und durch die Häuser an der Brandenburgr Allee begrenzt. Im Osten liegt die Hermann-Gmeiner-Grundschule, im Süden befinden sich der städtische Kindergarten und die Grunewaldstraße. Der Nord-Süd-Grünzug liegt im Westen.

Quelle: RP
 
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