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Monheim
Schelmenturm-Beton: SPD kübelt Spott aus

Monheim: Schelmenturm-Beton: SPD kübelt Spott aus
Übt sich in Ironie: SPD-Ratsfraktionschef Werner Goller. FOTO: SPD
Monheim. Der Schelmenturm als Winterquartier für kolossale Betonkübel, die sommers als Pflanzbehältnis und außengastronomischer Grenzblock dienen - diese Praxis ruft den Spott der Monheimer Sozialdemokraten hervor. SPD-Ratsfraktionschef Werner Goller kommentiert die Behelfslösung mit Sarkasmus und Ironie: "Wie am Ende der letzten Ratssitzung bekannt wurde, nutzt der Bürgermeister die im Winter nicht benötigten Blumenkübel dazu, die Monheimer Altstadt zu verschönern", ätzt der frühere Gesamtschullehrer in einer Pressemitteilung. "Zuletzt wurden daher im Durchgang des Schelmenturms die Betonkübel einer Außengastromomie aufgestellt, die seitdem als Abfalleimer, Zigarettenbecher und Urinal genutzt werden." Damit "nicht nur Monheims meistfotografiertes Denkmal auf diese Weise verschönert werden kann", ruft Goller die Monheimer nun dazu auf, ihre alten Blumentöpfe und Kübel zu spenden. "Überall in Monheim gibt es Gebäude, Plätze und Straßenzüge, die wir in diesem Winter mit leeren Blumentöpfen und Kübeln verschönern können. Gerade Gebäuden der Altstadt, die aufgrund der Altstadtsatzung ihr historisches Gesicht behalten müssen, können wir so mit nicht mehr benötigten Plastikblumentöpfen einen modernen Touch verschaffen."

Hintergrund: Die Stadt hat der Pizzeria Scontrino erlaubt, die Kübel vorübergehend am Schelmenturm zu parken. Sollte sich der Standort nicht bewähren, wird die Verwaltung nach eigenem Bekunden alternative Standorte prüfen.

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