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Lokalsport
Gutes Spiel, aber keine Punkte für Bayers Fußballerinnen

Leverkusen. Und täglich grüßt das Murmeltier: Thomas Obliers muss sich fühlen, als erlebe er - wie im gleichnamigen Hollywood-Streifen - ein und denselben Tag wieder und wieder. Auch in der dritten Bundesligapartie der noch jungen Spielzeit gelangen den von ihm trainierten Bayer-Fußballerinnen kein Treffer. Wieder schlichen sie mit hängenden Köpfen vom Platz - und erneut zogen sie exakt mit 0:2 den Kürzeren. Von Tobias Krell

Und doch sah der Coach wieder einen Schritt nach vorne. Beim 0:2 gegen Jena musste er sich noch über die hohe Fehlerquote ärgern. Beim 0:2 in Wolfsburg lieferte Bayer schon ein ordentliches Spiel ab. Und jetzt, beim 0:2 in Sand, bescheinigte er seinem Team ein "richtig gutes Spiel". Dass es trotzdem nicht reichte, hatte auch mit etwas Pech zu tun.

Denn in Rückstand gerieten die Gäste durch einen Freistoß, der allen Augenzeugen den Mund offen stehen - und Keeperin Anna Klink keine Chance ließ. "So ein Ding wird die in ihrem Leben nicht mehr machen", kommentierte Obliers Isabelle Meyers fast von der Außenlinie abgegebenen Schuss (72.). Dass Sand durch Skavankova in der Schlussminute noch einmal traf, blieb eine Randnotiz.

Die besseren Chancen hatten die Rheinländerinnen. Gianna Rackow, war nah dran, den Torfluch zu brechen, doch ihr Versuch landete am Außenpfosten. Auch Nina Ehegötz und Lisa Schwab vergaben vor der Pause gute Gelegenheiten. "Keiner kann sich beklagen, wenn wir hier mit einer Führung in die Halbzeit gehen", betonte der Leverkusener Trainer. Auch nach dem Rückstand gab es Chancen zum Ausgleich. Die besten verpassten Merle Barth und Francesca Weber.

Angesichts des Spielverlaufs gab es also reichlich Grund, mit dem Resultat zu hadern. "Gerade weil wir so gut waren, ist es umso bitterer, dann mit leeren Händen dazustehen", sagte Obliers. Am kommenden Sonntag ist sein Team Außenseiter: Der FC Bayern ist dann zu Gast. Fast trotzig wirft der Trainer den Blick voraus: "Warum sollten wir nicht mal für eine Überraschung gut sein? Wir haben schließlich auch in Wolfsburg gut mitgehalten."

Bayer 04 Klink - Kempe, Krahn, Friedrich, Rinast - Csiszar (78. Barth), Dieckmann, Petzelberger (65. Weber) - Ehegötz, Rackow (65. Wich), Schwab.

Quelle: RP
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