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Höhenflug - und Monheim staunt selbst

Lokalsport: Höhenflug - und Monheim staunt selbst
Voller Power: Dejan Lekic und der FC Monheim erleben derzeit eine fast perfekte Saison. FOTO: Ralph Matzerath (ARCHIV)
Monheim. Der Fußball-Oberligist kletterte mit dem 0:0 in Hilden an die Tabellenspitze. Die für einen Aufsteiger unglaublich gute Bilanz verstellt aber keinem den Blick fürs Wichtige. Morgen in Straelen geht es wieder um Punkte für den Klassenerhalt. Von Martin Römer

Die unglaubliche Geschichte geht weiter: Nun sind sie auch noch Tabellenführer. Obwohl der Fußball-Oberligist FC Monheim (FCM) am Mittwochabend beim VfB Hilden vielleicht sogar mehr hätte holen können als ein 0:0, verbesserte er sich durch den Punktgewinn in der Tabelle um zwei Plätze - und steht plötzlich ganz oben im Klassement. Das liegt vor allen Dingen daran, dass der bisherige Spitzenreiter ETB SW Essen (1:2 beim VfB Speldorf) und der ehemalige Zweite SF Baumberg (0:4 gegen SSVg. Velbert) leer ausgingen. So reichte den Monheimern der hart erkämpfte Punkt Nummer 13 wegen des besten Torverhältnisses (14:4) zum Sprung auf den Platz an der Sonne. Essen (18:10) und Baumberg (11:6) liegen aber auf der Lauer.

Trotzdem gab es am Mittwochabend auch einigen Ärger, denn der Rasen am Hildener Bandsbusch präsentierte sich in einem desolaten Zustand. "Der Platz war wirklich eine bodenlose Frechheit. Da kann man nur froh sein, dass sich keiner die Kreuzbänder gerissen hat", fand FCM-Coach Dennis Ruess. Schon vor dem Anpfiff verletzte sich Mittelfeldmann Patrick Becker beim Warmmachen und er musste seine Position in der Startelf kurzfristig an Matteo Agrusa abgeben. Die Monheimer hoffen nun, dass sich der Verdacht auf einen Bänderriss (Sprunggelenk) nicht bestätigt. Die folgende Partie gestaltete sich dann entsprechend zäh und der zum Teil im Gefühl knietiefe Rasen verlangte beiden Mannschaften einiges ab. "Es ging dann eigentlich nur noch über die Kraft", fand Ruess.

In Hilden hatte der Trainer seine Mannschaft im Vergleich zum 3:0 gegen den FSV Vohwinkel Wuppertal auf zwei Positionen verändert. Ruess dürfte nach dem kräftezehrenden Abend nun für das Spiel morgen (15 Uhr) beim SV Straelen erneut über Veränderungen in der Startelf nachdenken. Definitiv fehlen werden nur die Langzeitverletzten Miles Adeoye, Philip Lehnert und David Drossel. Hinzu kommt der drohende Ausfall von Becker. Unter dem Strich bieten sich damit genügend Optionen. "Wir werden wahrscheinlich schon etwas verändern, weil das Spiel in Hilden doch viel Kraft gekostet hat. Aber wir werden jetzt nicht aus blindem Aktionismus komplett durchrotieren", betont der FCM-Coach.

Direkt an der Grenze zu den Niederlanden wird der FCM auf einen weiteren überraschend stark gestarteten Aufsteiger treffen. Straelen steht nach sechs Spielen bei glänzenden zwölf Punkten und ist derzeit Vierter - womit er die große Gruppe der Verfolger anführt, in der alle nur auf Ausrutscher des Spitzentrios warten. Ruess: "Straelen ist mit Sicherheit kein normaler Aufsteiger und die gesamte Liga weiß um deren Qualität. Der SV ist souverän aufgestiegen und hat sich gut verstärkt, teils mit erfahrenen Spielern aus der Regionalliga.".

Die aktuelle Position an der Tabellenspitze interessiert Monheims Coach weiter nur am Rande und eine Favoritenrolle für sein Team will er aus der Gemengelage erst recht nicht ableiten: "Wir fahren da ganz sicher nicht nach dem Motto hin: Hier kommt der Tabellenführer. Wir versuchen auch nicht, das Spiel zu gewinnen, um Spitzenreiter zu bleiben. Wir wollen weitere Punkte für unser Saisonziel sammeln." Da geht es beim Aufsteiger Monheim unverändert "nur" um den Klassenerhalt, für den traditionell ungefähr 40 Zähler erforderlich sein dürften. Immerhin 13 davon hat der FCM in sechs Spielen schon sammeln können. Damit ist er zurzeit Tabellenführer - und das Ganze eine unglaubliche Geschichte.

Quelle: RP
 
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