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Lokalsport
SG erobert den Platz an der Sonne

Langenfeld. Langenfelds Handball-Oberligist setzte sich in einer bis zum Schluss spannenden Partie mit 24:17 (13:11) über die DJK Adler Königshof durch. Die Truppe von Trainer Dennis Werkmeister zeigte eine kämpferisch starke Vorstellung. Von Fabian Schmitt

Tobias Hanke strahlte über das ganze Gesicht. Der Torwart des Handball-Oberligisten SG Langenfeld (SGL) war nach dem 24:17 (13:11)-Erfolg über die DJK Adler Königshof restlos begeistert. Dass er nur 17 Gegentreffer zulassen würde, hatte der 28-jährige Schlussmann vor der Partie höchstwahrscheinlich nicht erwartet. "Heute hat bei uns alles gepasst. Und die Heimspiele sind sowieso immer geil", meinte Hanke, der als Polizeibeamter tätig ist und durch den Schichtdienst oft die Trainingseinheiten verpasst.

Nach seinem sechswöchigen Aufenthalt in Australien konnte der Schlussmann nur drei Mal mittrainieren. Weil aber der Stammkeeper Tobias Geske (Magen-Darm-Virus) kurzfristig ausfiel und Alexander Riebaum nach einem Muskelfaserriss noch Zeit braucht, durfte Hanke überraschend zwischen den Pfosten stehen.

Mit starken Paraden und einigen geschickten Pässen trug er gleich seinen Anteil zum Sieg bei. "Tobias hat das heute gut gemacht", lobte SGL-Trainer Dennis Werkmeister, "er hat auf jeden Fall seinen Job gut erledigt."

Werkmeister konnte auf einen erheblichen Teil seines Kaders nicht zurückgreifen, da Jonas Zimmermann, André Eich, Tim Schickhaus und eben Geske ausfielen. Deshalb setzte er hauptsächlich nur acht Akteure ein. "Bei uns ging dann heute alles über den Kampf. Unser Spiel war heute nicht schön, aber es muss auch nicht immer schön sein", unterstrich Werkmeister, dem Pragmatismus nicht fremd ist.

Direkt zu Beginn konnte Torwart Hanke mit sehr guten Aktionen auf sich aufmerksam machen. Auf der anderen Seite fehlte den Langenfeldern oft aber noch die nötige Durchschlagskraft, so dass die Gäste zwischenzeitlich sogar mit 4:3 (8.) führten. Trotzdem steckten die Langenfelder nicht auf - und sie wendeten das Blatt.

Durch den verwandelten Siebenmeter ihres Spielmachers André Boelken ging das Team später mit 6:4 (11.) in Front. Weil Boelken bereits das dritte Spiel hintereinander bestritt, ließen dessen Kräfte mit der Zeit deutlich nach.

Aufgrund der aggressiven Defensive der Gastgeber wurden die Königshofer vorne oft vor unlösbare Rätsel gestellt. "Wir haben super wenig Gegentore bekommen und wir hatten sie in der Abwehr gut im Griff", erkannte Werkmeister. Im zweiten Durchgang brauchten die Gäste beinahe zehn Minuten, um ihren ersten Treffer zu erzielen. Hier führte die SGL immer noch recht deutlich mit 16:12 (40.). Obwohl die Langenfelder anschließend konzentriert agierten, blieb die Partie bis zur Schlussphase offen. Zwar war das Oberliga-Duell kein spielerischer Leckerbissen, aber es geizte immerhin nicht mit seiner Spannung.

Zwischenzeitlich führten die Hausherren nur noch mit 20:17 (54.). Weil die Langenfelder dann aber ihre Angriffe konsequent ausspielten, fuhren sie einen insgesamt verdienten 24:17-Erfolg ein. Die Folge: Mit 11:3 Punkten sind die Langenfelder nun der neue Spitzenreiter vor dem Zweiten HSG Bergische Panther (10:2 Zähler), der allerdings ein Spiel weniger absolviert hat. Am Sonntag kommt es zum Spitzenduell bei den Panthers antritt.

Quelle: RP
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