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SGL fühlt sich als Verfolger sehr wohl

Lokalsport: SGL fühlt sich als Verfolger sehr wohl
Andre Boelken (l.) ist mit bislang 31 Treffern der erfolgreichste Torschütze der SG Langenfeld. FOTO: Ralph Matzerath
Langenfeld. Der Handball-Regionalligist hat die neue Liga angenommen - und bleibt in Sichtweite des Tabellenführers. Von Erdinc Özcan-Schulz

Der zweite Platz, mit dem die SG Langenfeld in der Regionalliga Nordrhein in die kurze Herbstpause gegangen ist, dürfte von außen betrachtet völlig normal klingen. Doch für den Absteiger aus der 3. Bundesliga ist er alles andere als erwartet. "Wenn man uns das im Vorfeld angeboten hätte, dass wir mit 8:2-Punkten starten, hätte ich es sofort unterschrieben", sagt der sportliche Leiter Dennis Werkmeister, der betont, mit dem Start mehr als zufrieden zu sein.

Der 35-Jährige muss es wissen. Hat er doch in der letzten Spielzeit noch auf der Bank das Sagen gehabt und den Umbruch unter dem neuen Trainer Jurek Tomasik frühzeitig mit eingeläutet. Immerhin galt es, mit Andreas Nelte, Matthias Herff, Alexander Klimke (alle in die SGL-Reserve), Dustin Thöne (Longerich), Tobias Geske (HG Remscheid) und Tim Menzler (Leichlingen) teils jahrelange Säulen des Teams zu ersetzen. Und schließlich galt es, mit dem Projekt "Wild Boys" das Durchschnittsalter des Teams herunter zu schrauben.

Mit Henrik Heider, Felix Korbmacher, Jan Schiewald, Fabian Breuer und mit der Nachverpflichtung von Maurice Meurer wurde das Vorhaben von 28,2 auf 23,1-Jahre nachhaltig vollzogen. Dass Coach Tomasik mit jungen Spielern gut arbeiten und sie weiter entwickeln kann, konnten die Langenfelder Stammzuschauer bereits in den ersten Partien beobachten. Obwohl er einige Themen anders anpackt als sein Vorgänger, spiegelt sich der Erfolg des Systems Tomasik in den Ergebnissen wieder.

So legt der ehemalige polnische Nationalspieler im Gegensatz zu Werkmeister, der den Erfolg im Angriff suchte, großen Wert auf eine stabile Abwehr. "Genau deshalb wollten wir ihn ja haben, um neue Blickwinkel für die Mannschaft zu bekommen", erklärt Werkmeister die bewusste Entscheidung für seinen Nachfolger.

Einer, der von den unterschiedlichen Ansichten der beiden Fachleute profitierte, ist beispielsweise Torhüter Alexander Riebow. War der Keeper unter Trainer Werkmeister lediglich die dritte Wahl, reifte er unter Tomasik zur aktuellen Nummer eins heran. "Das freut mich sehr für Alex. Ich muss zugeben, bei mir hätte er diese Chance wahrscheinlich gar nicht erst bekommen", sagt Werkmeister, der sich nicht zu fein ist, sich offen mit derartigen Entscheidungen auseinanderzusetzen.

Letztlich haben der Vertriebler und der Übungsleiter eine vernünftige Mischung auf die Beine gestellt, die sich in der Liga hinter Bonn auf den zweiten Platz durchgekämpft hat. "Wichtig wird es sein, dass wir nach der Anfangseuphorie, die bei uns herrscht, weiter unsere Konzentration aufrecht halten", mahnt Werkmeister, der der jungen Mannschaft aber durchaus noch Entwicklungsrückschläge zugesteht.

Schließlich hat in Langenfeld besonnenes Handeln immer noch Priorität.

Quelle: RP
 
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