| 00.00 Uhr

Leverkusen
A1: Behörde gibt grünes Licht, Kritiker überlegen zu klagen

Leverkusen. Der Erörterungstermin im Juli war lang, die Kritik der Einwender scharf. Vier Monate später hat die Bezirksregierung Köln den Planfeststellungsbeschluss für den "Ausbau der A1 zwischen der Anschlussstelle Köln-Niehl und dem Autobahnkreuz Leverkusen-West einschließlich des Neubaus der Leverkusener Rheinbrücke" fertig. Ab Donnerstag, 24. November, liegt er 14 Tage öffentlich aus. Im Zuge des Anhörungsverfahrens seien "alle vorgetragenen Einwendungen und Stellungnahmen sorgfältig geprüft und über den Antrag des Landesbetriebs Straßenbau NRW positiv entschieden" worden. Aus Leverkusen hatten im Juli Kritiker wie Bürgerlisten-Fraktionschef Erhard Schoofs und die Fachleute Lutz von Waldowski und Rolf Kraneis heftig mit Straßen.NRW und der Bezirksregierung gestritten. Jetzt ist klar: "Der Planfeststellungsbeschluss umfasst alle erforderlichen behördlichen Entscheidungen, die für das geplante Projekt notwendig sind. Somit kann der Landesbetrieb Straßenbau NRW mit den nächsten Bauvorbereitungen starten, um die marode Rheinbrücke so schnell wie möglich durch einen Neubau zu ersetzen", schreibt die Bezirksregierung. Von Ludmilla Hauser

Einsehen können Interessierte den Beschluss ab Donnerstag bis 8. Dezember bei der Stadt (Elberfelder Haus, Hauptstr. 101, Raum 205, mo-do 8.30-15.30 Uhr und fr 8.30-13.30 Uhr oder nach Vereinbarung unter Tel. 0214 406-6121). Die Bezirksregierung stellt ihn online unter www.bezregkoeln.nrw.de/brk_internet/verfahren/25_strasse_planfeststellungsverfahren/autobahn1_ak_leverkusen/index.html.

Den Kritikern bleibt die Möglichkeit, innerhalb eines Monats nach der Auslegung vor dem zuständigen Verwaltungsgericht Klage einzureichen. Das überlegt unter anderem Erhard Schoofs. Er teilt bei Facebook mit: Ob der Beschluss - "rund 1000 Seiten - mit oder ohne Auflagen und Ergänzungen" sei, erfahre man ab dem 24. November. "Dann entscheidet sich auch, ob die vereinigten Bürgerinitiativen von LEV muss leben! aus Köln und Leverkusen vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig für unser aller Gesundheit klagen werden." Ein Vorbereitungstreffen von "Lev muss leben!" gibt es am Mittwoch, 23. November, 20 Uhr, in der Gaststätte Rustika am Konrad-Adenauer-Platz. Für 7. Dezember, 10.45 Uhr, ist am Erholungshaus eine Demo in Überlegung. Drinnen nimmt Ministerpräsidentin Hannelore Kraft beim Festakt zu "125 Jahre Bayer am Rhein" teil.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Leverkusen: A1: Behörde gibt grünes Licht, Kritiker überlegen zu klagen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.