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Leverkusen
Donnerstag war Wimmers Wagen 'ne Wucht

Leverkusen: Donnerstag war Wimmers Wagen 'ne Wucht
Frank Lehmann (Schützenkönig 2015) und Frau Annette wurden per Kutsche zum Schießen gefahren. Pit Hupperten heizte Donnerstag auf der Bühne ein. FOTO: UM
Leverkusen. Auf der Oldtimerschau zum Schlebuscher Schützen- und Volksfest gab es echte Schätzchen auf vier Rädern zu sehen. Von Gabi Knops-Feiler

Fahrzeuge, die Geschichte erzählten, standen am Donnerstag zum Auftakt des 33. Schlebuscher Schützen- und Volksfestes im Mittelpunkt des Interesses. Hunderte Menschen bevölkerten die Fußgängerzone nicht zuletzt, weil sie die siebte Show der Old- und Youngtimer - organisiert durch die "Old- & Youngtimer IG Leverkusen" - und alles, was noch in Chrom schwelgte, sehen wollten.

Besucher ließen sich vom Charme der rund 100 gut erhaltenen Fahrzeuge verzaubern. Da drückten sie etwa ihre Nasen platt am BMW oder Opel-Kadett, ließen sich an der Seite eines schwarzen Jaguar E fotografieren oder bestaunten einen DKW "Junior de Luxe" des Baujahres 1957. "Den hätte ich früher gerne gehabt", bemerkte Wilfried Herfen (71) aus Bürrig voller Sehnsucht.

Wahr geworden sind die Wünsche von Karl-Heinz Habeth (57) aus Bornheim, der sich im Laufe der letzten Jahre sechs alte Fahrzeuge zugelegt hat, weil er "historische Autos und Motorräder sammelt". Mit einem davon, einem cremefarbenen Mercedes Baujahres 1967, der hin und wieder als "Brautkutsche" dient, war er nach Schlebusch gekommen.

Einer der größten Hingucker war der Lastwagen Opel 10-40 von 1927. "Außer diesem ist in Deutschland kein anderes Fahrzeug zugelassen", schilderte der stolze Besitzer Frank Bachhausen aus Düsseldorf. Nach seiner gründlichen Restaurierung diente ihm der zwei Tonnen schwere Lastwagen mit Original-Motor, Inventar aus Holz, Messingbeschlägen und aufklappbarem Innenfenster seit 2009 als Bäckerei-Fahrzeug. Zuvor hatte er ihn in ziemlich verwahrlostem Zustand in Potsdam erworben, wo der Lkw während des Krieges erst in der UFA-Filmstadt stand und später in der ehemaligen DDR als Fahrzeug für Gefangenentransport verwendet wurde.

Einen lebendigen Ausflug in die Vergangenheit vermittelten Christiane und Heinz Wimmer aus Monschau, die sich passend zum Fahrzeug, einem Adler Triumph Junior von 1938, gekleidet hatten. In 2010 kam das Auto "in katastrophalem Zustand" in ihren Besitz und ist den Angaben zufolge der "weltweit einzige Wagen mit Doppelvergaser-Anlage und 40 PS-Motor".

Aktuell ist der hübsche rot-schwarze Oldtimer rund 75.000 Euro wert, aber nicht zu verkaufen, betont das Ehepaar. Ein passendes - noch funktionierendes - Grammophon sowie eine alte Agfa-Kamera lagen auf dem Beistelltisch neben zahlreichen Pokalen, die das Paar im Laufe der vergangenen Jahre erhalten hat. Jetzt kam noch einer hinzu, denn Jury und Besucher erkoren den Wagender Wimmers als schönstes Kraftfahrzeug des Tages mit der besten Präsentation.

Quelle: RP
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