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Leverkusen
Janz jeck: Elvis und Tanja im Kamellemeer

Leverkusen. Mehr als 30.000 Zuggucker säumten zum Blütensamstagszug die Straßen - und wurden von Tollitäten, Wupperfischen und Co. reich belohnt. Von Ina Bodenrröder

Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss - und das tat Leichlingens Tollität Prinz Elvis am Samstag mit vollem Körpereinsatz: Mit seiner Frau und Prinzessin Tanja, der zuliebe er in dieser Session überhaupt Karnevalsprinz geworden war, schmiss er beim Blütensamstagszug Kamelle unters ihm zujubelnde Volk, was die 120 Säcke Süßigkeiten plus Pralinenschachteln und Schokolade hergaben. "Es ist so super, das Wetter, die Leute, ich könnte glatt noch zwei Runden fahren", bestätigte er zwischen den Kamellewürfen, das der Job als Tollität ziemlich viele positive Seiten hat. Noch kein bisschen kaputt sei er, und die Welle der Sympathie, die ihnen überall entgegenschwappe, sei der Wahnsinn.

Apropos: Diesmal standen beim Leichlinger Karnevalszug gefühlt noch mehr Leute an den Straßenrändern und jubelten den Zugteilnehmern samt dem Prinzenpaar als in den Vorjahren. "So schön hatte ich es mir gar nicht vorgestellt", gestand Prinzessin Tanja, die dieses Amt immer schon einmal übernehmen wollte. Die Freude der Leute sei unglaublich toll, stellte sie selbst strahlend fest. "Es ist einfach pausenlos Karneval, schon morgens, wenn man aufwacht", berichtete die leidenschaftliche Tollität, wie sich in dieser Session ihr Kindheitstraum erfüllt.

Viele Wagen und Fußgruppen hatten sich in diesem Jahr wieder besondere Mühe mit ihren Dekorationen und Verkleidungen gegeben. Für das gute Wetter sorgten wahrscheinlich die Karnevalsfreunde der Förster-Sons-Straße, die allesamt in Friesennerzen aufliefen. "Das ist genauso, als wenn man den Regenschirm einpackt: Dann regnet es ganz bestimmt nicht", sagte Michael Dembny schmunzelnd.

In diesem Jahr wieder mit einer großen Fußgruppe dabei auch die Katholische Grundschule Kirchstraße: Getreu dem Motto "Mit Musik und Gesang die Wupper entlang", waren rund 70 Schüler als bunte Wupperfische verkleidet, Lehrer und Eltern als Angler. Kinderprinzessin Nina, selbst Schülerin dieser Schule, wird's gefreut haben, aus den eigenen Reihen solche Unterstützung zu bekommen.

Besonders aufwändige Kostüme hatten erneut die Jecken aus Oberbüscherhof, sie kamen als wunderbare Wasserfeen und Piraten zum Zoch und haben bestimmt Chancen auf einen vorderen Platz bei der Prämierung der schönsten Fußgruppen. Meterweise Organza hatten speziell die Damen aus Oberbürscherhof verarbeitet, um einen Traumrock in Blau und Grün zu gestalten. "Ich verkaufe frühere Kostüme mittlerweile schon nach Bayern", erzählte Renate Kallert, dass der Ruhm ihrer ideenreichen Verkleidungen bereits durchs ganze Land reicht.

In ruhmreichen oder noch nicht berühmten Kostümen trafen sich die Zugbesucher im gut besuchten Festzelt zum Ausklang.

Quelle: RP
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