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Leverkusen
Kießling lässt Pistors Fußballschüler lauschen

Leverkusen. Fußball und Klamauk - das passt. Und wenn zudem bekannte Größen des Sports hinzukommen, zieht die Mischung Fußballfans magisch an. So geschehen in der Fußballschule von WDR2-Sportmoderator Sven Pistor. Von Tobias Brücker

Für die einen wurde es eine Reise in bekannte, alte Zeiten des nationalen und internationalen Fußballs. Andere wiederum mussten noch ein wenig Nachhilfe nehmen - und die sollten sie bekommen. Insgesamt versammelten sich am Mittwochabend rund 250 Experten und wissbegierige Neulinge im Scala Club, freudig wartend auf eine der bekanntesten Stimmen Fußballdeutschlands und der samstäglichen Bundesligakonferenz im Radio: Moderator Sven Pistor.

Der zeigte seinem aus sämtlichen Fanlagern der Region bestehenden Publikum, dass - bei aller Ernsthaftigkeit im Fußballgeschäft - Klamauk und König Fußball wunderbar zusammenpassen können. Wichtig dabei: Ich will euch nicht separieren, sondern vereinen", wie der 44-Jährige betonte, dessen Programm in den folgenden zwei Stunden aufzeigte, welch' Macht das gesprochene Wort doch besitzen kann.

Mit vielen Tonbeiträgen beförderte er die Anwesenden einige Jahre in mal näher, mal weit zurückliegende, Vergangenheit. Ein Beispiel hierfür, und für die gelebte Intensität der Reporter einer der qualitativ hochwertigsten Institutionen im Sportjournalismus, ist das Meisterschaftsfinale der Saison 2000/01. Der FC Schalke 04 durfte sich damals für rund vier Minuten Deutscher Meister nennen, ehe die Bayern in Hamburg zum 1:1-Ausgleich trafen. Und obwohl allen im Saal bewusst war, wie die Geschichte ausgehen würde, erwischte man sich dennoch, wie das Herz schneller klopfte, ob des Gehörten ein Bild im Kopf entstand und es ein gänzliches Eintauchen in die Situation ermöglichte.

Im altehrwürdigen Fach Gesellschaft und Soziales, erhielten dann die Großen des deutschen Fußballs und ihre Weisheiten eine Bühne. So verkündete Lothar Matthäus einst: "Ich bin froh, keine Spielerfrau zu sein. Dann würde ich mir den ganzen Tag an den Brüsten spielen."

Dann wurde es Zeit für Geschichte. Die Lehrminuten übernahm Sportkommentator Burkhard Hupe. Der verband Dinge wie den Skandal 1971, bei dem Mannschaften bestochen wurde, zwar mit der nötigen Ernsthaftigkeit, aber auch einem guten Schuss Ironie und viel Engagement während seines Vortrags.

Den größten Applaus bekam jedoch Bayer 04-Stürmer Stefan Kießling. Wie in einem Pausengespräch plauderte der 32-Jährige aus dem Nähkästchen - der Saal war in diesen Minuten still wie zu keinem Zeitpunkt zuvor. Auch ein Verdienst der gelungenen Interviewart von Sven Pistor.

Quelle: RP
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