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Leverkusen
"Leverkusen on Ice": Auerhahn statt LEDs

Leverkusen: "Leverkusen on Ice": Auerhahn statt LEDs
Da kommt der Alpenländer durch: Heimo Förster (gebürtiger Österreicher, rechts) setzt an der Eisbahn auf Almhütte statt Zelt. Die Sponsoren EVL (Mitte: EVL-Chef Rolf Menzel) und Lorenz Smidt halten der Eisbahn die Treue. FOTO: UM
Leverkusen. Nein, defensiv geht Heimo Förster die neue Aufgabe nicht an. Erstmals ist er in diesem Jahr Gastgeber und Veranstalter von "Leverkusen on Ice". Nachdem Initiator Werner Nolden nach der vorigen Auflage seine Schlittschuhe an den Nagel gehängt hat, übernahm der Pächter des Schloss-Restaurants Morsbroich. Von Roman Zilles

Statt der Aber-Millionen LED-Lämpchen, von denen sein Vorgänger die Schusterinsel illuminieren ließ, setzt Förster auf eine Almhütte: "Sie ist jetzt der Blickfang und der Mittelpunkt", sagt er und verrät, dass er die Hütte aus Tirol (genau wie die Küchen-Container) gekauft hat. Nicht verwunderlich also, dass er sein finanzielles Risiko auf "groß" beziffert.

Aber ab übermorgen kommt Bewegung auf die Einnahmen-Seite. Dann, um 18 Uhr, startet sein erstes Eisfestival, es ist die neunte Auflage insgesamt. Förster liebäugelt nach eigenen Angaben damit, an 57 Veranstaltungstagen (geschlossen ist an 24., 25. und 31. Dezember) zwischen 20 000 und 25 000 Besucher anzulocken. Die Vorab-Buchungen gäben aber laut Förster Grund zu Optimismus: "80 Prozent der Zeiten fürs Eisstockschießen sind ausgebucht. In der Almhütte sind es 70 Prozent." In der urigen, 110 Plätze bietenden und mit Jagdtrophäen wie ausgestopften Auerhähnen dekorierten Holzkonstruktion bietet der Gastronom aus Österreich Speisen aus der Heimat. Und der Absatz von Kaiserschmarrn, Palatschinken und Co. entscheidet mit über Erfolg und Misserfolg von "Leverkusen on Ice". Da macht Förster keinen Hehl draus. Aber er sagt auch: "Wir müssen nicht in meinem ersten Jahr so richtig einen raushauen. Das Ganze ist langfristig angelegt."

Da hilft es, dass langjährige Sponsoren wie EVL und Smidt-Wohncenter die Treue halten und sich wieder mehr als zwei Dutzend Eisstock-Teams zur Stadtmeisterschaft angemeldet haben. Neu ist, dass die Eisstockschützen abends allein aktiv sein werden. Sie sind täglich ab 18 Uhr auf der 22 mal 30 Meter großen Eisfläche an der Reihe, während die Eisläufer von Montag bis Freitag von 14 bis 17 Uhr sowie wochenends von 11 bis 17.30 Uhr das - trotz frühlingshafter Temperaturen täglich dicker werdende - Eis für sich alleine haben. "Allerdings arbeite ich daran, dass wir in den Winterferien die Zeit für die Eisläufer noch erweitern", verrät Förster.

www.eisfestival.de

Quelle: RP
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