| 00.00 Uhr

Leverkusen
Morgen ist der historische "Zeitungsabend"

Leverkusen. Im Rahmen der Medienausstellung im Geschichtszentrum "Villa Römer" (neben Straßenverkehrsamt) laden die drei Geschichtsvereine für morgen, Mittwoch, 18. Mai, um 19 Uhr, zu einemm Vortrag "Die Geschichte des Zeitungswesens an Rhein und Wupper" ein.

Bei dem Vortrag wird die Zeitungsgeschichte der Städte Leverkusen, Langenfeld, Leichlingen und Monheim dargestellt. Heimathistoriker Reinhold Braun wird die gedruckte Medienlandschaft beleuchten. Braun schreibt vorab: "Bereits in der Zeit des Großherzogtums Berg gab es in unserem früheren Kreisgebiet in Solingen eine erste Zeitung (1809).

Die Geschichte weiterer lokaler Zeitungen in diesem Raum beginnt mit der Aufhebung der Zeitungszensur durch die preußische Regierung im Juli 1848. In Hitdorf/Langenfeld wurde der ,Sprecher am Rhein' und in Opladen der ,Verkündiger an der Nieder-Wupper und Wöchentlicher Anzeiger' gedruckt. Sie sollten vor allem Mitteilungsblätter der Verwaltung sein sowie geschäftliche und private Nachrichten verbreiten.

1860 gründete Pilgram in Monheim die katholisch geprägte, der Zentrumspartei nahe stehende Zeitung ,Rheinischer Bote', die nach dem Verkauf ab 1865 in Opladen als ,Der Bote am Rhein und an der Nieder-Wupper' gedruckt wurde.

Recherchen von mir in den letzten 20 Jahren führten zu neuen bisher nicht bekannten Informationen. So finden sich in dem Nachlass Arndt/Seeliger Dokumente aus den ersten Jahren der Zeitung ,Der Verkündiger' und im Konkursverfahren nach der Schließung dieser Zeitung (Opladener Zeitung bzw. General-Anzeiger für Leverkusen) im Jahre 1935 wird deutlich, warum die Zeitung und der Zeitungsverlag in Konkurs geriet. Neue Informationen gibt es außerdem über die ersten Ausgaben des Stadt-Anzeigers für den Landkreis Solingen (u.a. Leverkusen, Langenfeld, Leichlingen und Monheim), die bereits vor 1933 erschienen sind.

Im Bundesarchiv in Berlin fand ich den ersten Jahrgang der ersten NSDAP-Zeitung im Rheinland ,Westdeutscher Beobachter'. Sie wurde von Dr. Robert Ley, dem damaligen Gauleiter Rheinland, der bei Bayer als Chemiker beschäftigt war, herausgegeben. Entgegen der allgemeinen Forschungsmeinung, dass diese Zeitung in Köln heraus kam, ist dem beiliegenden Zeitungstitel zu entnehmen, dass sie anfangs in Leverkusen-Wiesdorf erschien." Erklärt werde auch, wieso die Lokalausgabe der Rheinischen Post, Ausgabe Leverkusen, "Rhein-Wupper-Zeitung" heißt. Auch auf die Entstehung der Wochenzeitungen "Wochenpost" und "Lokale Informationen" wird im Vortrag eingegangen.

Haus der Stadtgeschichte - Villa Römer | Haus-Vorster Str. 6 | 51379 Leverkusen Der Eintritt ist frei.

(US)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Leverkusen: Morgen ist der historische "Zeitungsabend"


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.