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Leverkusen
Neuer Leiter im Altenheim Ulrichstraße

Leverkusen. Nach über 20 Jahren als Leiter des Evangelischen Altenheims Ulrichstraße wird Lothar Scharfenberg heute, 5. April, mit einer Freierstunde um 17 Uhr offiziell verabschiedet. Tatsächlich ist er schon seit dem 1. Februar im Ruhestand, nachdem er seinen Nachfolger Michael Gotzmann eingearbeitet hat. So ganz geht er auch jetzt noch nicht, denn in der Diakoniestation, die dem Haus angegliedert ist, wird Scharfenberg noch ein weiteres Jahr im Projektmanagement verantwortlich bleiben. Von Monika Klein

Die spezielle ambulante Palliativversorgung (SAP) an und ins Haus zu holen, war für ihn ein wesentlicher Baustein der Arbeit. Das sei wichtig für die Zukunft der Stadt. "Wir kommen gar nicht umhin angesichts der demografischen Entwicklung", sagt er überzeugt. Außerdem gab es umfangreiche tatsächliche Bauvorhaben, um das Haus zukunftsfähig zu machen, bei laufendem Betrieb. Zunächst musste 2012 das "Gartenhaus" abgerissen werden, um Platz zu schaffen für einen Neubau mit mehr als 50 Zimmern nach aktuellen Standards. Scharfenberg ist froh, diesen ersten Bauabschnitt noch abschließen zu können.

Den zweiten Schritt, die sukzessive Sanierung des Altbaus übergibt er an seinen Nachfolger Michael Gotzmann, der für die Mitarbeitenden kein Unbekannter war. Seit fünf Jahren hatte er eine halbe Stelle als Dauernachtwache und war parallel freiberuflich tätig. Der 40-Jährige bringt Erfahrungen aus unterschiedlichen Bereichen der Altenpflege mit. Nach seiner Ausbildung in Hamburg hat er sich zunächst über ein Zeitarbeitsunternehmen in Düsseldorf beworben. Aus geplanten drei Monaten wurden sechs Jahre. "Eine spannende Zeit", in der er viel für die Praxis lernte, weil er in unterschiedlichen Strukturen arbeitete - sowohl ambulant als auch stationär. Schließlich übernahm er die Zeitarbeitsleitung. Er arbeitete als Pflegeberater, schrieb Gutachten als Pflegesachverständiger und war dann selbstständig. Vor zwei Jahren habe Scharfenberg gefragt, ob er sich die Altenheim-Leitung vorstellen könne.

Die Tatsache, dass er kein Verwaltungsmensch ist, sondern selbst in sämtlichen Bereichen gearbeitet hat, bringt ihm Akzeptanz. Die Verbindung zur Basis möchte er unbedingt in der Zukunft beibehalten. Die Leitung ist für ihn eine gesunde Mischung aus Theorie und Praxis. Drei Ziele möchte er erreichen: An erster Stelle steht die Absicht, die Personalsituation im Haus zu stabilisieren und mehr qualifiziertes Personal einzusetzen. Nachdem der Neubau bewohnt ist, sollte noch im dritten Quartal mit dem Umbau des Altbaus begonnen werden. Bis 2018 verlangt der Gesetzgeber bestimmte Zimmergrößen und Nasszellen, was in dem 40 Jahre alten Haus nicht überall gegeben ist. Drittens wünscht sich Gotzmann, genau wie sein Vorgänger, in diesem zweiten Bauabschnitt einen eigenen Wohnbereich für Palliativpatienten. Bisher sind diese im Haus verteilt.

Quelle: RP
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