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Lokalsport
BBZ Opladen verliert erneut und hakt die Spitzengruppe ab

Leverkusen. Die Gründe, warum die Zweitliga-Basketballerinnen gegen Grünberg unterlagen, sind vor allem im ersten Viertel zu finden. Nun richtet sich der Blick nach unten.

Den BBZ-Spielerinnen stand kurz nach der Schlusssirene die Ratlosigkeit ins Gesicht geschrieben. Schnelle Antworten auf die Gründe für die nächste Opladener Niederlage gab es nicht. Mit dem 65:66 (37:43) gegen die Bender Baskets Grünberg kommt der Tabellenkeller wieder ein kleines Stück näher. Kurz zuvor schien Opladen noch auf dem richtigen Weg zu sein. Zweimal hatte Birgit Kunels Team in der Schlussminute starke Nerven bewiesen und ausgeglichen. "Ich hatte das Gefühl, dass das Pendel in unsere Richtung schlägt und wir das Ding holen würden", sagte die BBZ-Trainerin.

Nadia Marcus' Foul an Grünbergs Annemarie Potratz zehn Sekunden vor Schluss beim Stand von 65:65 entschied dann aber die Partie. Die Hessen hatten zwar das gesamte Spiel über eine allenfalls mäßige Freiwurfquote (54 Prozent), doch dieser eine letzte Treffer im zweiten Versuch reichte den Gästen - auch, weil Leonie Schütter den letzten Opladener Versuch mit dem Abpfiff nicht ins Ziel brachte. Beide Aktionen waren für die Opladener Trainerin aber nicht der Grund für die dritte Niederlage in Serie: "Wir waren am Anfang weit unter unseren Möglichkeiten, haben uns aber wieder mit viel Herz herangekämpft."

Ins letzte Viertel ging es mit fünf Punkten Rückstand, den BBZ aber binnen zwei Minuten egalisierte und danach sogar immer wieder knapp führte. Kunel: "Leider konnten wir das nicht ganz bis zum Ende durchhalten." Dass Jill Stratton, anders als Anfang der Woche noch gehofft, ihr Comeback erneut verschieben musste, war ebenfalls nicht ausschlaggebend - zumal ihre Vertreterinnen Nicola Happel und vor allem Lea Wolff eine sehr starke Leistung zeigten.

Als Hypothek erwies sich das erste Viertel, als Grünberg dank Sarah Olson mit einem 10:2-Endspurt davonzog. "Wir waren dadurch den Rest des Spiels in der Rolle des Jägers. Das hat viel Kraft gekostet, die am Ende gefehlt hat." Das drückte sich nicht zuletzt in der Menge an Ballverlusten aus, von denen BBZ mit 22 doppelt so viele wie der Gegner hatte. Da half es wenig, dass BBZ in den anderen Statistiken (Trefferquote, Rebound, Freiwürfe) vorne lag. Der Blick müsse jetzt nach unten gerichtet werden: "Der Zug nach oben fährt ohne uns. Jetzt müssen wir uns gegen die anderen absichern", betonte Kunel.

BBZ: Ellenrieder (2), Happel (21), Krause (6), Loock (4), Marcus (2), Nettersheim (8), Schütter (12), Wolff (10), Flaskamp.

(sl)
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