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Lokalsport
Für die Giants geht es jetzt um den Anschluss

Leverkusen. Der Basketball-Zweitligist will eine Serie starten, um sich in der Spitzengruppe der Pro B festzusetzen. Von Sebastian Laule

Ein Sieg macht zwar noch keine Serie, aber der 93:73-Erfolg über die TG Würzburg vom vergangenen Spieltag markiert einen gelungenen Start für die angekündigte Aufholjagd der Bayer Giants. Ziel ist die Spitzengruppe der Pro B, die nach dem wankelmütigen Saisonstart noch in Reichweite ist. Der jüngste Erfolg über die Franken brachte in der Sieg-Niederlage-Bilanz mit jeweils drei zumindest den Ausgleich - und auf Platz sieben ist der Absteiger weiterhin in Schlagdistanz.

Dennoch will und muss Bayer morgen (Ostermann-Arena, 20 Uhr) dringend nachlegen. Mit den Uni-Riesen Leipzig kommt der Tabellenletzte in die Rundsporthalle. Allerdings konnten die Sachsen letzte Woche mit einem 71:68-Erfolg gegen den letzten Giants-Bezwinger aus Rhöndorf ihren Negativlauf beenden. Dennoch bleiben die Riesen haushoher Favorit. Da Bayers Fußballabteilung bereits am Nachmittag auf der anderen Seite der Bismarckstraße gegen Darmstadt ran muss, dürfte es am Abend wieder reichlich Unterstützung aus dem Fanlager geben. Auch deshalb sieht Headcoach Achim Kuczmann seine Spieler gegen das Schlusslicht in der Pflicht: "Jedes Spiel muss erstmal gewonnen werden, aber es ist ganz klar, dass wir da weitermachen wollen, wo wir im letzten Heimspiel aufgehört haben. Diese Leistung muss für die kommenden Wochen unser Maßstab sein."

Gegen die Teams aus der unteren Tabellenhälfte dürfen sich die Giants keinen Ausrutscher erlauben. Das Würzburg-Spiel, das abgesehen von Kurzen Passagen im zweiten und dritten Viertel von der ersten bis zur 40. Minute dominiert wurde, hat bereits gezeigt, dass die Einstellung gegen die vermeintlich Kleinen nicht zum Problem wird. Ebenfalls bestätigte sich die von Kuczmann oftmals beschworene Breite des Kaders: "Egal wer auf dem Feld stand, es war nie ein Bruch im Spiel zu sehen. Das zeigt, dass alle gebraucht werden - und gibt auch denen das nötige Selbstvertrauen, die sonst weniger Einsatzzeiten hatten." Wichtig ist für den Giants-Coach auch die Erkenntnis, dass seine Mannschaft nicht komplett abhängig von Kerry Carter ist. Der US-Amerikaner war zwar auch gegen Würzburg effektiv, stand aber mit 22 Minuten deutlich weniger als sonst auf dem Feld.

Für morgen ergibt sich durch die Rückkehr von Tim Schönborn nach überstandener Knieverletzung zudem eine weitere gute Option. Kuczmann: "Ein Spieler mit seiner Qualität und Erfahrung ist für jeden ein Gewinn. Wenn wir personell mehr variieren können, sind wir im Angriff noch schwerer auszurechnen." Leipzig sieht er mit Blick auf die nächsten Wochen als "Schlüsselspiel". Danach geht es mit Karlsruhe, Nördlingen und Frankfurt noch dreimal gegen Mannschaften, die hinter den Giants stehen. Gute Aussichten also, um den Sieg gegen Würzburg jetzt zu einer Serie auszubauen.

Quelle: RP
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