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Gencler bringt sich um die Überraschung

Lokalsport: Gencler bringt sich um die Überraschung
Witzheldens Mittelfeldmann Raphael Sladek (rot-schwarz) bereitete kurios den dritten Treffer des VfL gegen Britannia vor. FOTO: UWE MISERIUS
Rhein-Wupper. Gleich vier Rote Karten gab es gegen die Opladener beim 1:2 gegen den Primus Solingen-Wald. Von Markus Neukirch

Kreisliga A Solingen: Genclerbirligi Opladen - SpVg Wald 03 1:2 (1:0). Turbulent ging es im Duell des verlustpunktfreien Tabellenersten mit den im Abstiegskampf steckenden Opladenern zu. Spielertrainer Ilyas Katar war nach der Partie bedient. "Natürlich hat der Schiedsrichter einiges zur Niederlage beigetragen, aber meine Jungs haben sich das auch selbst kaputt gemacht", befand er.

Boray Aydin hatte direkt nach der Halbzeitpause die verdiente Führung erzielt, dann aber trat der Schiedsrichter in den Mittelpunkt: Yücel Balyemez riss sich in der 50. Minute von seinem klammernden Gegenspieler los, traf diesen mit dem Ellbogen und sah glatt Rot. Nach dem Ausgleich der Gäste in Folge eines Fehlers von Keeper Erkan Demirkan (59.) zeigte der Unparteiische erneut Rot: Murat Durdagi soll nachgetreten haben (70.). 120 Sekunden später gab es nach einem Zweikampf im Gencler-Strafraum zur Überraschung aller Strafstoß. Adem Cakmanus musste vorzeitig duschen, weil er sich dem Schiedsrichter gegenüber unsportlich verhalten haben soll. Die Gäste trafen zum 1:2. Kurz vor dem Ende setzte es für Hamit Kefkir nach einem rustikalen Einsteigen dann sogar noch die vierte Rote Karte. "Zwei kann man geben, bei zweien hätte es auch Gelb getan", befand Katar.

VfL Witzhelden - Britannia Solingen 3:1 (1:1). "Das Glück war heute mit den Tüchtigen", sagte Trainer Ralf Job erfreut. Nach einer für Job "sehr unansehnlichen ersten Hälfte" gingen die Gäste mit dem ersten Angriff in Front. Aushilfstorwart Marc Niemann, der sein Saisondebüt gab, war machtlos. "Dann haben wir alles auf eine Karte gesetzt und André Breuer nach vorne gestellt, das aber gleich wieder korrigiert", erklärte Job, dessen Schachzug aufging: Breuer ging nach vorne, wurde nach einem Einwurf freistehend in Szene gesetzt und markierte den Ausgleich (75.). Danach waren beide Teams mit dem Remis zufrieden. Max Ohm gelang aber dennoch das 2:1. Kurz vor dem Schlusspfiff erhöhte Roberto Strigari sogar noch auf kuriose Art und Weise: Raphael Sladek wollte eigentlich einen Eckball herausholen, um Zeit zu schinden, traf den Gegenspieler aber nicht mit dem Ball, dafür Strigari, der sich bedankte und eiskalt einnetzte. "Die Jungs haben sich für eine tolle Leistung belohnt", berichtete Job erfreut.

SSV Lützenkirchen - SSV Berghausen II 2:1 (1:0). Ganz wichtiger Sieg für den SSV, der durch ein frühes und ein spätes Tor zustande kam und sieben Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge in der Tabelle einbringt: Dennis Marquet traf schon in der sechsten Spielminute zur Führung, Robin Seinsch gelang zwei Minuten vor dem Abpfiff der verdiente Siegtreffer. Dennis Habermann hatte für Berghausen den Ausgleich markiert (22.).

Kreisliga A Köln: Brück - SV Schlebusch II 2:4 (0:3). Keine Blöße gab sich der Favorit, der mit Spielertrainer Sven Bialek weiter auf der Erfolgswelle schwimmt und weiter Teil der Spitzengruppe ist. Adil Ben Abdellah und Dennis Reeker schnürten je einen Doppelpack für die Schwarz-Gelben, die allerdings auch ein halbes Dutzend weitere Möglichkeiten liegen ließen. Übernächstes Wochenende ist der Dritte Flittard im Spitzenspiel zu Gast.

Bergfried Leverkusen - SC Holweide 3:3 (1:0). Kurz nach der Pause sahen die Gastgeber schon wie die sicheren Sieger aus: Daniel Hillebrands vollendete eine Vorlage des just eingewechselten Hagen Langer zum 2:0, und die Welt am Höfer Weg war in Ordnung. Youngster Kevin Sivakumar hatte direkt vor der Pause per Strafstoß die 1:0-Führung erzielt. Dann aber drehte Holweides Torjäger Mario Schwarz groß auf, schnürte erst einen Doppelpack zum Ausgleich (53./54.) und brachte die Kölner sogar noch in Front (68.) um den Hattrick zu komplettieren - es waren seine Saisontreffer 17 bis 19.

Patrick Schneider rettete den Hausherren wenigstens noch einen Zähler mit seinem Tor in der 71. Minute, der keinem Team wirklich weiterhilft. Positiv für Bergfried: In Marc Fanroth und Marcel Heßdörfer hat Trainer André Fanroth wieder zwei Alternativen mehr.

Quelle: RP
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