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VfL Leverkusen schießt sich in die fünfte Liga

Fußball: VfL Leverkusen schießt sich in die fünfte Liga
So sehen Aufsteiger aus: Der VfL Leverkusen feiert nach dem Schlusspfiff ausgelassen. Im Hintergrund: Trainer Giuseppe Brunetto. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Ein 3:1 gegen Bonn-Endenich sorgt für Jubel an der Tannenbergstraße. Beim SV Bergfried bleibt das Wunder Klassenerhalt aus. Von Markus Neukirch

Landesliga, VfL Leverkusen - FV Bonn-Endenich 3:1 (1:0). Gut, dass nicht der VfL, sondern der Konkurrent aus der anderen Staffel - Eilendorf - acht Tore hätte aufholen müssen. Wären die Leverkusener in dieser Pflicht gewesen, zur Halbzeit schon wäre die Verzweiflung vermutlich groß gewesen: Versuche von Nhu-Phan Nguyen (Torwart/Latte), Gjorgji Antoski (knapp vorbei), Michael Dornbach (mehrfach verzogen) hatte Giuseppe Brunettos Team da schon liegen gelassen im Aufstiegsendspiel. "Weiter, immer weiter", forderte Brunetto an der Außenlinie und trieb sein Team an.

Nach einer Spielstunde waren dann aber die letzten Zweifel am Aufstieg in die Mittelrheinliga - Deutschlands fünfhöchste Spielklasse - endgültig beseitigt: Dornbach hatte zunächst die Nerven im Eins-gegen-eins mit dem Bonner Keeper bewiesen, Wandinger tat es ihm nahezu gleich beim 2:0 (49.), und erneut Dornbach machte nach Wandingers Hereingabe den Deckel auf die Partie (60.). "Wir hätten es uns früher einfacher machen können, aber so ist das halt manchmal", analysierte Brunetto nüchtern.

So fiel es schließlich auch nicht mehr ins Gewicht, dass Hürth trotz eines zwischenzeitlichen 0:2 in Worringen dem VfL den Meistertitel mit einem 6:2 noch oder wieder entriss. Brunetto war es "aber so etwas von egal, Hauptsache, wir sind aufgestiegen". Die Reserve, die durch ein 1:3 gegen Dünnwald den (allerdings wertlosen) Vizemeistertitel in der Kreisliga C noch verspielt hatte (an den TuS Rheindorf) half dabei, Brunettos Team noch bis in den Abend zu feiern. Stilecht hatte die Startelf beider Teams mit Einlaufkindern zu "Hells Bells" von AC/DC den Kunstrasen um 15.05 Uhr betreten. "Jetzt wird erstmal kräftig gefeiert" gab Brunetto als Befehl aus, der sonst so zurückhaltende Übungsleiter genoss den Sieg spürbar. Nils Grubba kam derweil noch zu seinem Abschiedseinsatz: Genauso wie Abdi Düzardic und Leon Heber wird er den VfL nicht in die Mittelrheinliga begleiten.

Bezirksliga, SSV Homburg-Nümbrecht - Bergfried Leverkusen 5:0 (2:0). "Dieses Spiel war symptomatisch für unsere Saison", sagte Trainer Karl Slickers: Schon nach sechs Minuten setzte es den den ersten Nackenschlag: Tim Bothe unterlief ein Eigentor. Nach zwanzig Minuten brachte der zweite Angriff der Gastgeber Bergfried den zweiten Dämpfer bei: das 2:0. Patrick Schneider vergab dazwischen zweimal freistehend, und zur negativen Krönung musste Sascha Künzel nach einer halben Stunde auch noch verletzt raus. "Trotzdem haben die Jungs alles gegeben und sich mit allem gewehrt, was möglich war", sagte Slickers, der erst nach dem 0:3 (63.) und dem Ausfall von Thorsten Schmick, der mangels Wechselmöglichkeiten zu personeller Unterzahl führte (71.), sein Team aufgeben sah. "Aber ein Sieg hätte eh nichts gebracht, von daher haben wir die Saison ordentlich, wenn auch mit einer zu deutlichen Niederlage, zu Ende gebracht", sagt der Coach, der in der kommenden Saison mit Bergfried in jedem Fall eine "vordere Rolle in der Kreisliga A spielen" möchte.

SV Schlebusch - TuS Homburg-bröltal 3:0 (0:0). "Es ist schade, dass wir mit dem Druck in den Wochen zuvor nicht klar gekommen sind. Heute haben wir alle gesehen, wozu wir fähig sind", sagte Trainer Stefan Müller, der eine starke Leistung seiner Elf gesehen hatte, auch wenn es für beide Teams um nicht mehr viel ging. "Wir haben uns geduldig einige Chancen erarbeitet, aber erst spät auch dafür belohnt", sagte Müller, der erleichtert René Klübers 1:0 nach 70 Minuten registrierte. "Ich hatte schon etwas Sorge, dass die Aluminium-Treffer und Rettungstaten auf der Linie sich am Ende rächen", sagte der Übungsleiter, der in der Schlussphase einen Doppelpack von Marvin Mayer (87./89.) zum Endstand mit viel Genugtuung bejubelte. "Wir sind zwar nur Vierter geworden, aber die Saison war ja nicht schlecht, nur weil wir den Aufstieg nicht gepackt haben. Es waren halt drei Teams besser", sagte Müller, der dem Gegner durch den Sieg noch den zweiten Rang vermasselte.

DSK Köln - FC Leverkusen 2:3 (1:1). "Ich bin sehr zufrieden mit dem Auftreten meiner Jungs", sagte FCL-Trainer Marcus Feinbier zum Saisonfinale. Er hatte Fabian Mettke und Hasan Aydin zum Startelfdebüt verholfen, das auch "als Anerkennung", wie Feinbier betonte. Jener Aydin besorgte auch nach 20 Minuten die Führung für den FCL, danach aber "haben wir das Spiel zu sehr aus der Hand gegeben und uns bei beiden Gegentoren ausspielen lassen", berichtete Feinbier. Dank des Jokertores von Aristote Mambasa Masudi, der keine zehn Minuten nach seiner Einwechselung in der 64. Minute traf und Erkan Öztürks elftem Saisontor (83.) drehte der FCL die Partie dann doch noch. "Schlussendlich verdient", fand Feinbier, der diesbezüglich auf drei Aluminiumtreffer von Ibrahim Rama und Ayhan Atar verwies.

Quelle: RP
 
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