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Lokalsport
Witzhelden kommt bei Post unter die Räder

Rhein-Wupper. Kreisliga A: Die Mannschaft von Trainer Ralf Job kassiert neun Gegentore. Während Gencler, Lützenkirchen und Schlebusch verlieren, beweist Bergfried Moral. Von Lars Hepp und Markus Neukirch

Post SV Solingen - VfL Witzhelden 9:3 (4:2). Auf verlorenem Posten standen die Fußballer aus Witzhelden, die beim Tabellen-14. in Solingen nach einem enttäuschenden Auftritt deutlich unterlagen - und auf Rang vier abrutschten. "Sicher hatten wir personell nicht die besten Voraussetzungen. Dennoch darf uns so ein Auftritt nicht passieren", zeigte sich Trainer Ralf Job vor allem über die Leistungsbereitschaft enttäuscht.

In der ersten Viertelstunde kassierten die Höhendorfer bereits drei Gegentore, in der 32. Minute sorgten die Solinger mit dem vierten Treffer für die frühe Entscheidung. Zwar gelangen Max Ohm (38.) und Tim Bogner (45.) die Treffer zum 1:4 und 2:4, doch mehr als Ergebniskorrektur sollte es nicht sein. Direkt nach der Pause kassierte Ohm für wiederholtes Foulspiel die Gelb-Rote Karte, aus dem daraus resultierenden Freistoß machten die Platzherren das 5:2. Wenigstens durfte Jens Boddenberg kurz vor dem Abpfiff noch den dritten Witzheldener Ehrentreffer erzielen.

Spfr. Baumberg II - SSV Lützenkirchen 2:0 (1:0). Trotz ordentlicher Leistung mussten sich die Lützenkirchener dem Tabellenachten in Monheim-Baumberg geschlagen geben. "Das war zwar ein guter Auftritt von uns, doch der Gegner war einfach überlegen. Dennoch haben wir den Platz erhobenen Hauptes verlassen", sagte Trainer Andreas Traudisch. In der 43. Minute kassierten die Gäste den 0:1-Rückstand, Abdelhakim Dardiki erlaubte sich in dieser Phase einen folgenschweren Stellungsfehler. Nach einer Stunde durften die Platzherren das zweite Mal jubeln, die Begegnung war damit entschieden.

Niklas Berr und Robin Seinsch besaßen in Durchgang eins gute Möglichkeiten zum Führungstreffer, doch das SSV-Duo agierte zu ungenau im Abschluss. Genclerbirligi Opladen - TSV Aufderhöhe 0:3 (0:0). In der Heimpartie mit dem Tabellendritten aus Solingen-Aufderhöhe war für die Gencler-Kicker nichts zu holen. Die Mannschaft um Spielertrainer Ilyas Katar bleibt durch die zehnte Saisonniederlage auf einem Abstiegsrang. "Der Unterschied zu unserem Gegner war, dass die Aufderhöher vor dem Tor wesentlich effektiver als wir waren", berichtete Katar. In der 56. Minute gingen die Gäste in Führung, mit den Toren zwei (70.) und drei (82.) wurde die Partie vorzeitig entschieden. Tayfun Inam besaß die beste Gelegenheit für die Opladener nach einer halben Stunde, zielte aber zu ungenau. Negativer Höhepunkt war die Rote Karte von Sinan Katar, der kurz vor Schluss wegen einer Unsportlichkeit des Feldes verwiesen wurde.

Kreisliga A Köln: Viktoria Köln II - SV Schlebusch II 3:1 (1:0). Nicht viel zu bestellen hatten die Schwarz-Gelben beim Tabellenzweiten und rutschten durch die Ergebnisse der Konkurrenz sogar auf Rang fünf ab.

Ein Standard-Gegentor (30.) brachte die Gäste auf die Verliererstraße, die zudem Toptorjäger Adil Ben Abdellah schon nach 23 Minuten auswechseln mussten. Der Ex-VfLer Abdurrahman Düzardic erstickte mit seinem 2:0 direkt nach der Pause jegliches Aufbegehren, das durch ein Elfmetertor des eingewechselten Eric Dantz zwar noch einmal Hoffnung weckte (68.), mit dem 3:1 fünf Minuten später war die Partie aber entschieden.

Gremberg-Humboldt - Bergfried Leverkusen 2:4 (2:0). Eine deftige Halbzeitansprache und der böige Rückenwind im zweiten Durchgang ließ die Rumpftruppe mit nur drei Ersatz-Feldspielern die Partie noch einmal drehen. "In der zweiten Halbzeit haben wir es besser gemacht - was aber auch nicht schwer war, weil die erste einfach unterirdisch war", befand Trainer André Fanroth. Daniel Hillebrands (73.) schaffte den Anschluss, ehe Fanroths Joker zuschlugen: Kevin Sivakumar egalisierte (82.) und traf wenig später zur Führung (87.). In personeller Unterzahl, da Marc Fanroth verletzt ausschied, erzielte Marcel Heßdörfer per Konter in der Nachspielzeit sogar noch den vierten Treffer (90.+3). "Wir haben Moral bewiesen, das kann man positiv herausheben. Aber so eine Leistung wie in der ersten Hälfte geht gar nicht", sagte Fanroth.

Quelle: RP
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