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Meerbusch
24-Stunden-Hausmeister für neue Flüchtlingsheime

Meerbusch. Weniger Bürger als erwartet haben die Infoveranstaltung der Stadt zu den neuen Flüchtlingsunterkünften am Hülsenbuschweg (Am Eisenbrand) besucht: 30 Interessenten kamen, nach 35 Minuten war die Veranstaltung beendet.

Mitte Oktober sollen die neuen Bauten in Holzrahmenbauweise bezugsfertig sein. Neben der Tennisanlage von Grün-Weiß-Rot Büderich werden demnächst in vier Häusern bis zu 200 Menschen wohnen. Im Erdgeschoss sind Wohnungen für Familien geplant. Darüber gibt es Ein- bis Zweibettzimmer mit gemeinsamen Sanitäranlagen und Küche. Zusätzlich gibt es einen Zwischenbereich, der für Büro, Aufenthaltsraum und Waschraum vorgesehen ist. "Die Zahl der Alleinreisenden jungen Männer ist rückläufig. Jetzt werden uns besonders Familien mit Kindern zugewiesen", informierte Fachbereichsleiter Peter Annacker von der Stadtverwaltung. Die Familien werden zurzeit in der ehemaligen Barbara-Gerretz-Schule in Osterath untergebracht.

"Und wie sieht es mit der Sicherheit aus?", war die erste Frage. Es werde einen Hausmeisterdienst geben, der 24 Stunden anwesend sei, erläuterte Annacker. Dieser könne im Bedarfsfall die Polizei herbeirufen. Damit habe man schon in den bestehenden Asylbewerberunterkünften gute Erfahrungen gemacht.

Nicht nur wegen der Sicherheit erschien den Bürgern die Lage problematisch, sondern auch wegen der weiten Entfernung zum Zentrum, die eine Integration der Flüchtlinge erschwere. Diese Sorgen teilten Annacker und Sozialdezernent Frank Maatz nicht. "Es wird eine sozialpädagogische Betreuung geben. Außerdem stehen Ehrenamtliche bereit, die sich engagieren wollen", entgegneten sie. Es seien Spielgruppen geplant. Sprachpaten stünden bereit, und eine Erstversorgung mit Fahrrädern sei gesichert. Auch zu Fuß sei es nicht zu weit, um Bus und Bahn zu erreichen. "Die Flüchtlinge sind grundsätzlich selbst verantwortlich, wie sie die Angebote erreichen", meinte Annacker. Allerdings werden die zertifizierten Deutschkurse nur in Osterath an der VHS angeboten, und der Weg dorthin mit dem ÖPNV dürfte nicht einmal jedem Meerbuscher klar sein. Daher waren auch nicht alle Bürger mit den Antworten zufrieden.

(kir)
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