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Mönchengladbach
Blumensonntag: So voll war es in Rheydt lange nicht mehr

Mönchengladbach. Rappelvoll war es gestern Nachmittag in der Rheydter Innenstadt. Zwar sind die Zeiten des prunkvollen Blumenkorsos längst vorbei, doch gestern zog der Blumensonntag so viele Besucher an, dass es hier und da recht eng wurde. Auf dem Marktplatz verweilten die Besucher im Biergarten und lauschten dem musikalischen Bühnenprogramm. Entlang der Stresemannstraße erstreckte sich die Blaulichtmeile des Vereins "Sicher miteinander". Der halbe Harmonieplatz war für Kinder reserviert und der verkaufsoffene Sonntag lockte mit Angeboten. Der große Hingucker war jedoch der Fahrradmarathon. Von Christian Lingen

"Viele Besucher fragen immer nach dem Blumenkorso. Mit dem Fahrradmarathon haben wir gemeinsam mit dem ADFC nun etwas ins Leben gerufen, das dem Budget der Zeit entspricht", sagt Hanna Masuhr vom Rheydter Citymanagement. Doch so schön die floral geschmückten Fahrräder auch daher kamen, so viel Unmut erzeugte die Aktion auch bei einigen Besuchern. Viele Fußgänger und Radfahrer fühlten sich vom jeweils anderen gestört. Doch weil es eine Premiere war, ist das nicht schlimm. "Wer Ideen für Verbesserungen hat, kann sich gerne bei mir melden", erklärte Hanna Masuhr während der Eröffnung.

Die wurde von Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners und Bezirksvorsteherin Barbara Gersmann vorgenommen. "Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass wir in zwei Jahren wieder einen Blumenkorso haben werden", sagte Gersmann mit Blick auf das 60-jährige Jubiläum des Blumenkorsos 2018. Hans Wilhelm Reiners gefiel indes die Idee des Fahrradmarathons. Er warb für die Aktion "Stadtradeln". Das Blumen-Ambiente hatte das Citymanagement von der Ecke vor Karstadt mitten auf den Marktplatz verlegt. So sollte der Blumenschmuck besser wirken. Wären die Holzpaletten, die eckige Gebilde formten, nicht gewesen, wäre das auch gelungen. "Haben wir heute Paletten-Sonntag?", fragte etwa eine Besucherin ihren Begleiter.

Die Blaulichtmeile, die 2002 zum ersten Mal auf dem THW-Gelände stattfand, zog vor allem die kleinen Besucher an. Beim Deutschen Roten Kreuz durfte zum Beispiel das Martinshorn betätigt werden. Das THW bot Geschicklichkeitsspiele an und die Feuerwehr ließ Blicke in die Fahrzeuge zu. Das Quartiersmanagement bot mit Rheydter Institutionen Spiele für Kinder an. Sie konnten basteln, Getränkekästen hinaufklettern und Hockey spielen. Als der Blumensonntag endete, wurde der Marktplatz wieder zum Mittelpunkt. Dort gab es die Blumen des Holzgebildes günstig zu kaufen.

Quelle: RP
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