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Mönchengladbach
Einmal fahren wie die Radsportprofis

Mönchengladbach: Einmal fahren wie die Radsportprofis
230 Hobbysportler begaben sich gestern Morgen beim ersten Pre-Event auf die Original-Strecke, die am 2. Juli die Tour de France durch Mönchengladbach nehmen wird. Von Lürrip bis nach Wanlo führte der Weg. Zurück ging es dann auf einer anderen Strecke, damit die Tourstrecke zu einem Rundkurs für die Hobbyfahrer wird. Mit dabei war Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners (Mitte). FOTO: Reichartz
Mönchengladbach. 230 Hobbyfahrer begaben sich gestern Morgen auf die Strecke, die am 2. Juli die Tour de France durch die Stadt nehmen wird. Das erste Pre-Event soll die Lust auf das sportliche Großereignis wecken. Auch der Oberbürgermeister strampelte. Von Nina Jedrychowski und Christian Lingen

Mehr als 200 Paar Schuhe klapperten am Sonntagmorgen um acht Uhr auf dem Parkplatz an der Maurus-Ahn-Straße. Denn rund 230 Rennradler trafen sich für die 38 Kilometer lange "MG auf Tour"-Fahrt. Der Radsportverein Möwe Lürrip überlegte sich in Kooperation mit der Marketing-Gesellschaft der Stadt (MGMG) eine Radstrecke, die auf einer Länge von mehr als 20 Kilometern identisch mit der "Tour de France"-Strecke am 2. Juli ist. Vorgesehen waren zwei Stunden für die Strecke, und bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 25 Kilometer in der Stunde war diese Tour nur etwas für sportliche Radfahrer. An dieser Radsportaktion nahmen Vereine, Firmen und Privatleute teil.

Vom Verein Möwe Lürrip starteten 25 Mitglieder. Darunter auch Norbert Buschmann. Er fährt allgemein sehr oft mit dem Rad. Seit 30 Jahren setzt er sich auch in den Sattel eines Rennrads. "Das Tolle beim Rennradfahren ist, dass man mit der richtigen Technik wenig Aufwand aufbringen muss, um weit zu kommen", sagt Buschmann. Durch die Landschaften von Hamburg, Berlin und Köln fuhr er unter anderem mit seinem Rennrad.

Oliver Küppers (Mitte) erhielt von Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners (rechts) und Rolf Fussangel ein grünes Sprinttrikot. FOTO: Reichartz Hans-Peter

Dabei war diese Tour nicht als Rennen im eigentlichen Sinne bedacht. "Es ist mehr eine zügige Abfahrt im geschlossenen Verband, die vor allem Spaß machen soll", sagt Achim Hintzen, Vorsitzender des Radsportvereins Möwe Lürrip. Er selbst fuhr am Morgen nicht mit, sondern begleitete die Truppe nur mit einem Begleitwagen.

Auch wenn es kein richtiges Rennen mit einem Sieger gab, galt Rennrad- und Helmpflicht und die Polizei eskortierte die Gruppe auf ihrer Strecke und sorgte dafür, dass die Sportler sicher durch die Stadtteile Mönchengladbachs fahren konnten.

Das war vor allem deshalb nötig, weil die Fahrer wie die Profisportler rote Ampeln überfahren durften und da natürlich die ein oder andere Straße gesperrt werden musste, damit nichts passiert. Später im Ziel zeigten sich die Polizei und die Sportler vom Verlauf des Morgens mehr als begeistert. Unterwegs war nichts passiert.

"Die Fahrer kommen sich dadurch wie beim Rennen der Tour de France vor", beschreibt Werner Hannen, Touristikwart des Vereins Möwe Lürrip, die Stimmung der Teilnehmer. Er selbst fuhr die Strecke bereits am Freitag probeweise. Zu den Teilnehmern am Sonntagmorgen zählte unter anderem Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners. "Ich habe ungefähr dreimal die Größenordnung dieser Strecke im Vorfeld geübt. Dennoch ist es keine Strecke, die mich aus dem Sattel haut."

Einer der jüngsten Radsportler an diesem Morgen war Mika Hönscheid. Der Elfjährige fährt seit zwei Jahren in einem Verein Rennrad und schwingt sich dafür dreimal in der Woche auf das Rennrad. Auf die Idee brachte ihn ein Freund. Nun besitzt Mika Hönscheid nicht nur ein Fahrrad, sondern gleich vier - für jede Strecke hat er das richtige Rad. Zusammen mit seinem Vater Michael Hönscheid fährt er für den Verein Union Nettetal die 38 Kilometer durch Mönchengladbach. Michael Hönscheid fuhr einst auch Rennen. Die Leidenschaft seines Sohnes veranlasste ihn, sich wieder ein Rennrad zu kaufen. Michael Hönscheid sieht die "MG auf Tour"-Strecke ähnlich wie Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners: "Diese Strecke mache ich doch aus der Hüfte."

Nach rund eineinhalb Stunden hatten die Rennradsportler es schon geschafft - schneller als geplant. "Wir haben von vornherein nicht damit gerechnet, dass wir die vollen zwei Stunden für diese Strecke benötigen werden", sagt Hintzen am Ende der Tour. Die Bilanz: Nur ein Teilnehmer hatte eine Panne, und der Wickrather Berg war für manch einen schwieriger, als zuvor gedacht. "Ihr habt es toll gemeistert", fasst Werner Hannen die Aktion schlussendlich zusammen.

Nach der Zielankunft übergab Hans Wilhelm Reiners ein grünes Trikot an den Sieger der ersten Challenge der Tourfieber-App.

Quelle: RP
 
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