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Mönchengladbach
IHK stellt ihre Willkommenslotsen zur Integration von Flüchtlingen vor

Mönchengladbach. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein engagiert sich mit vielfältigen Initiativen, um einen Beitrag zur Integration von Flüchtlingen in Ausbildung und Beschäftigung zu leisten. "Um unseren Mitgliedsunternehmen zentrale Ansprechpartner an die Seite zu stellen, haben wir zwei neue Mitarbeiter als Willkommenslotsen und Integrationsberater eingestellt", sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz. Und Petra Pigerl-Radtke, Geschäftsführerin des Geschäftsbereichs Aus- und Weiterbildung sowie der IHK Ausbildungs-GmbH, ergänzt: "Mit diesem neuen Service runden wir unser Beratungsangebot umfassend ab. Wir wollen eine offene Willkommenskultur in den Unternehmen und damit einen nachhaltigen Beitrag zur Fachkräftesicherung schaffen", beschreibt sie die künftigen Aufgaben von Lawin Osman und Silke Fuchs.

Die beiden Willkommenslotsen sollen den Unternehmen des Kammerbezirks als Vermittler und Berater bei der Integration von Flüchtlingen zur Seite stehen. "Vor allem in kleinen und mittleren Unternehmen wollen wir Ausbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten akquirieren", sagt Osman (27), der 1996 mit seiner Familie selbst wegen des Krieges aus dem Irak nach Deutschland geflohen ist. Seine Bachelorarbeit schrieb der studierte Wirtschaftsingenieur zur Thesis "Erfolgsfaktoren bei der Integration ausländischer Fachkräfte".

Auch für Fuchs ist das Thema nicht neu. Die 40-Jährige hat nach ihrem Geisteswissenschaftsstudium "Menschen mit Vermittlungshemmnissen betreut, darunter viele Flüchtlinge". "In dieser Zeit habe ich ein Projekt entwickelt, das die berufliche Anerkennung von Pflegekräften auch aus Drittländern erleichtern soll." Die Berührungspunkte zur Arbeit mit Flüchtlingen seien immer da gewesen und hätten ihr gut gefallen. Erfahrungen zur Vermittlung von Arbeitskräften hat Fuchs auch als Mitarbeiterin des Jobcenters gemacht. Ihre guten Kontakte zu Jobcentern und Arbeitsagenturen werden die Willkommenslotsen nun für ihre neue Tätigkeit nutzen. Steinmetz: "Gemeinsam mit allen Akteuren werden sie ein Netzwerk knüpfen, um möglichst viele Unternehmen bei der Integration von Flüchtlingen ins Arbeitsleben zu unterstützen."

Quelle: RP
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