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Mönchengladbach
Zwei kleine Jecken auf Kamelle-Jagd

Mönchengladbach: Zwei kleine Jecken auf Kamelle-Jagd
Anshika hat sich als Kuh verkleidet, Laura als Indianerin. Beide haben am Veilchendienstagszug volle Türen mit nach Hause gebracht. Das schlechte Wetter hat sie auf der Straße nicht gestört. FOTO: Detlef Ilgner
Mönchengladbach. Laura und Anshika haben gestern am Straßenrand alles gegeben. Und sie wurden mit randvollen Tüten belohnt. Unsere Reporter haben sie zum Veilchendienstagszug begleitet. Von Marcel Romahn und Sabine Kricke

Regen an Veilchendienstag - das sollte für Laura (11) und ihre Freundin Anshika (12) kein großes Problem sein. Beide haben schon einige Jahre Karnevalserfahrung und waren auch gestern gut auf das Wetter vorbereitet. Dick eingepackt mit Schal, Kapuze, wasserfester Schminke und Regenschirm ging es auf die Lüpertzender Straße - direkt an den Startpunkt des Zuges, in die erste Reihe. Die beiden Gladbacher Mädchen hatten große Pläne für den Zug. Ihre Tüten in Jumbo-Größe sollten am Ende des Tages voll sein mit Kamelle, Lutschern und Schokolade.

Mit leichter Verspätung treffen die ersten Wagen ein. Und sofort zeigen die beiden Mädels, was in ihnen steckt. Kein noch so kleines Bonbon ist vor ihnen sicher. Gekonnt schlüpfen sie zwischen den Beinen der Zuschauer hindurch und ergattern auch noch den Schokoriegel an der hintersten Ecke des Bordsteins. Und sollte einer der Erwachsenen mal schneller gewesen sein, reicht oft ein kleines Lächeln von Laura und Anshika, damit die Süßigkeiten am Ende dann doch in der eigenen Tüte landen. Doch nicht jedes Karnevalsgeschenk, das vom Wagen fliegt, trifft den Geschmack unserer kleinen Jecken. Kritisch beäugt Anshika einen verpackten blauen Putzschwamm, den ihr eine Wagenbesatzung direkt in die Tüte geworfen hat. "Was soll ich denn damit", fragt sie. "Ich bin doch nicht zum Saubermachen hier." Skeptische Blicke der beiden jungen Damen erntet auch der Wagen mit Brasilien-Motto. "Also so nackig würde ich als Frau an Karneval aber nicht auf die Straße gehen", sagt Laura.

Sabine Kricke und ihr Kollege berichteten im Live-Blog vom Zug. FOTO: Reichartz,Hans-Peter (hpr)

Langsam werden die Tüten voll. Aber es folgt ein Rückschlag. Am Straßenrand öffnen mehrere Hausbewohner ihre Fenster und jubeln dem Zug zu. Dafür gibt es reichlich Kamelle zurück. Doch Konkurrenz dulden Laura und Anshika nicht. Für solche Fälle haben sie eine Geheimwaffe dabei: den Regenschirm, den sie verkehrt herum halten und so den Großteil der Süßigkeiten bequem aus der Luft fischen können. Nach nur einer Stunde sind die Tüten prall gefüllt. Respekt ihr Zwei!

Quelle: RP
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