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Mönchengladbach
Santander hilft, wo die Flucht beginnt

Mönchengladbach. Die Not in den syrischen Lagern zählt zu den schlimmsten Zuständen, die DRK-Helfer vorgefunden haben. Santander-Mitarbeiter unterstützen die Trinkwasseraufbereitung in der Region. Von Angela Wilms-Adrians

Eine Woche lang rundeten etwa 400 Mitarbeiter der Santander Consumer Bank vor dem Hintergrund des Weltwassertages ihre Ausgaben für Mittagessen, Kaffee und Snacks auf, um Flüchtlingen zu helfen. Das Unternehmen erhöhte seinerseits den Betrag der Spendenaktion auf insgesamt 5000 Euro. Dieses Geld soll da ansetzen, wo die Flucht beginnt und soll nun in syrischen Flüchtlingslagern die Versorgung mit sauberem Trinkwasser unterstützen. Dafür wird das Deutsche Rote Kreuz anschließend Sorge tragen, das vor Ort eng mit der Schwesterorganisation, dem Syrischen Arabischen Roten Halbmond (SARC) zusammenarbeitet.

Zur Scheckübergabe war Thomas Braun, Pressesprecher des DRK Landesverband Nordrhein e.V., in die Hauptverwaltung am Santanderplatz gekommen. "Die Wasseraufbereitung gehört eigentlich nicht zu den zentralen Aufgaben des DRK. Dazu zählen eher die Versorgung mit Lebensmitteln und der Wunsch, den Leuten ein Dach über dem Kopf zu geben.

Doch das Maß der Not in den syrischen Lagern zählt zu den schlimmsten Zuständen, die wir vorgefunden haben. Es fehlen Trinkwasser und die Flüssigkeit zur Nahrungszubereitung. Rund acht Millionen Menschen sind in Syrien auf der Flucht und müssen versorgt werden", berichtete Braun. Er betonte, dass das DRK auf das soziale Engagement von Privatleuten und soziale Unternehmensverantwortung angewiesen sei.

Georg Maar, Abteilungsdirektor HR-Management der Santander Consumer Bank, ist stolz auf die kreative Idee der Mitarbeiter und erfreut, dass so viele mitgemacht haben. "Wir probieren aus. Wenn Aktionen sich bewähren, werden sie weitergeführt", sagte er mit Blick auf frühere und kommende Maßnahmen mit dem Versprechen, auch diese Spendenaktion zu wiederholen. Die habe zudem gezeigt, wie viele Mitarbeiter sich ohnehin schon ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe einbringen. Die Bank will auch hier über Anreize motivieren und honoriert den selbstlosen Einsatz mit fünf zusätzlichen freien Tagen.

Wo genau die 5000 Euro verwendet und wie weit sie die anfallenden Kosten decken werden, vermochte Braun noch nicht zu sagen. Die Kosten der technisch aufwändigen Aufbereitungsanlagen hängen von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel davon, ob die Anlage portabel ist und wie viele Menschen versorgt werden müssten. Braun sicherte für die detaillierte Verwendung zu: "Das wird tagesaktuell danach entschieden, wo die Not am größten ist".

Quelle: RP
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