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Mönchengladbach
Schüler aus fünf Ländern am Math.-Nat.

Mönchengladbach. Drei Tage lang stand das Mathematisch-Naturwissenschaftliche Gymnasium im Zeichen der Europatage 2016 und war damit einmal mehr Gastgeber des Fünf-Länder-Treffens. Insgesamt 480 Schüler aus Belgien, Frankreich, den Niederlanden und Luxemburg waren mit ihren Lehrern angereist, um sich mit deutschen Altersgenossen zu treffen, in sportlichen Wettkämpfen zu messen und in den Bereichen Theater, Kunst, Musik und Tanz gemeinsame Ziele zu erarbeiten. Vor der Abschlussveranstaltung mit Präsentation der in Workshops erarbeiten Projekte und Siegerehrung herrschte erwartungsvoller Trubel im bunten Gemisch der Sprachen. Ein fröhliches Abbild des europäischen Gedankens. Von Angela Wilms-Adrians

Der Luxemburger Jo Freimann kannte die Europatage bereits seit dem vergangenen Jahr. Er freute sich, Freunde wieder getroffen und neue Freundschaften gefunden zu haben. Zugleich war der hochgewachsene 19-Jährige stolz, dass die Luxemburger Basketballer den Titel vom Vorjahr verteidigt hatten. Während Freimann beinahe akzentfrei Deutsch spricht, beherrscht Jonas Hillebrand die Sprache seines belgischen Gastschülers nicht. Doch die Kommunikation funktioniere meist gut, zur Not mit Englisch, sagte der 17-Jährige.

Frank Tippmann, seit 2004 federführend verantwortlich für die logistisch große Herausforderung, schwärmte mit jungenhafter Begeisterung: "Wenn man Ehemalige fragt, was am Math.-Nat. am schönsten war, dann wird immer als Erstes das Fünf-Länder Treffen genannt, danach erst die Skifreizeit".

Die Europatage auf Schulebene wurden vor 51 Jahren mit dem Ziel der Völkerverständigung ins Leben gerufen. Das Treffen tourt im jährlichen Rhythmus durch die Länder, so dass das Gladbacher Gymnasium alle fünf Jahre die Rolle des Gastgebers übernimmt. "Die größte Herausforderung ist, 480 Familien für die Schüler zu finden, und das hat in den zurückliegenden Jahren immer geklappt", erzählt Tippmann. Für ihn ist das Treffen "ein Rausch der Emotionen", der die viele Arbeit im Vorfeld vergessen lässt. In der Regel sind die Sportler vom Math.-Nat. Favoriten in Schwimmen, Fußball der Mädchen und Schach. In diesem Jahr hat es da nicht durchweg für erste Plätze gereicht, doch der Sport- und Geschichtslehrer nahm es gelassen. Der Fair-Play-Gedanke und nicht der Sieg um jeden Preis steht für ihn an vorderster Stelle.

Die kulturellen Beiträge der abschließenden Aufführungen rankten sich um das Motto "Mit allen Sinnen". In einer Pantomime erzählten Jungen und Mädchen mit lockenden, abwehrenden und neckenden Gesten von Begegnungen. Zum "Hören" wurde das Verb in seinen Übersetzungen zur treibenden Kraft eines mehrsprachigen Kanons. Nur zu gerne nahmen die Besucher den Sprechrhythmus auf, um ihren Teil zur großen Klangsteigerung beizutragen.

Quelle: RP
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