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Lokalsport
Nimczyk: keine Traber-Krone, aber zur WM

Trabrennen. Der Champion belegte beim deutschen Derby nur Platz fünf. Bei der EM schaffte er die Quali für Kanada.

Auch wenn Michael Nimczyk bei seinem fünften Versuch, sich die begehrte Traber-Krone zu sichern, scheiterte, kehrt der Deutsche Meister heute einigermaßen zufrieden von der Derby-Woche aus Berlin zurück. Insgesamt bekam der Goldhelm-Fahrer, dessen Heimbahn die an der Gladbacher Niersbrücke ist, 13 Mal den Siegerkranz und sammelte fast 100 000 Euro für die Pferdebesitzer ein.

"Es ist alles möglich", hatte der 30-jährige Profifahrer, der im Rahmen der Derby-Woche seinen 100. Sieg in diesem Jahr feierte, vor dem Höhepunkt am frühen Sonntagabend gesagt. Das Bestmögliche blieb für ihn aus. Für das mit fast 275 000 Euro dotierte 121. Deutsche Traber-Derby der dreijährigen Hengste zählte er mit Dreambreaker vor seinem Sulky zu den Favoriten. Und mit der Startnummer 1 kam er auch gut vom Start weg. Doch dann galoppierte neben ihm ein Pferd, was ihn aus dem Rhythmus brachte. Auf der Gegengeraden führte es das Feld mit an, allerdings auf der Außen-Position.

Auf der Zielgeraden war dann schnell zu erkennen, dass er keine Siegchance mehr besaß. Am Ende belegte er Platz fünf, was immerhin noch ein Preisgeld von 13 785 Euro bedeutete. Pech hatte Nimczyk an diesem Tag bereits im fünften Rennen, der Derby-Revanche von 2015. Weil sein vierjähriger Hengst Cash Hanover zwischenzeitlich galoppierte, blieb ihm am Ende nur der letzte Platz.

Am Samstag war Nimczyk beim zweiten Höhepunkt der Derby-Woche auf der Bahn von Berlin-Mariendorf, dem Stutenpreis, an der Start gegangen. Dabei bot er mit Gamie Newport eine starke Vorstellung. Den so hoch vor gewetteten Favoriten Gilda Newort mit dem Niederländer Dion Tesselaar im Sulky konnte er auf der Zielgeraden zwar nicht mehr gefährlich werden, doch der Ehrenplatz brachte ihm neben dem Silberpokal 26 474 Euro Preisgeld für den Besitzer der dreijährigen Stute ein.

Eine Woche zuvor hatten für ihn schon ein Saison-Höhepunkt auf dem Programm gestanden. Denn im Rahmen der Derby-Vorläufe wurde die Europameisterschaft ausgetragen. Nimczyk vertrat die deutschen Farben sehr aussichtsreich. In sechs Läufen mussten Punkte gesammelt werden. Vor dem letzten Rennen war Nimczyk auf der Zielgeraden schon auf dem Weg zu einer Medaille, als ihn sein niederländischer Kontrahent unsanft ausbremste. Am Ende blieb für ihn nur Platz sechs der Gesamtwertung übrig. Der reichte aber wenigstens noch zur Teilnahme an den Weltmeisterschaften im nächsten Jahr in Kanada.

(hgs)
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