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Lokalsport
Schöne Bescherung

Fußball-Landesliga. Das Landesliga-Derby zwischen Jüchen und dem 1. FC wird kurz unterbrochen. Nach einer irren Schluss-phase steht es 3:3. Von Kurt Theuerzeit

Es waren irre 20 Minuten, die in der Endphase des Nachbarschaftduells zwischen Jüchen und dem 1. FC Mönchengladbach noch einmal zu einer rasanten emotionalen Berg- und Talfahrt bei Spielern, Trainern und Zuschauern führten. Immerhin wurden dabei in einem Aufwasch durch das 3:3 zwei geplante Weihnachtsfeiern gerettet. Eine schöne Bescherung.

Aber auch sonst bot diese Partie ungewöhnliche Augenblicke, so dass die Zuschauer das Spiel kaum eine Minute aus den Augen lassen konnten. Schon nach sechs Minuten sorgten die Platzherren für den ersten Paukenschlag. Nach einem schnellen, gekonnten Angriff erzielte Manuel Sousa das 1:0 für Jüchen. So furios der Start war, so langweilig wurde danach die Partie.

Beide Mannschaften waren nun darauf bedacht, den Gegner möglichst weit vom eigenen Tor zu halten, was auch gelang, weil kein Team spielerische Mittel fand, um den Gegner ernsthaft in Gefahr zu bringen. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit sorgte ein zarter Donner, dem ein kurzer Blitz folgte, dafür, dass der Unparteiische die Partie, die bereits heftigen Regenfällen ausgesetzt gewesen war, für fast eine Viertelstunde unterbrochen wurde. Die restlichen Minuten wurden dann nachgeholt.

Emil Neunkirchen, der Interimstrainer des FC, wechselte nach der Pause in einigem Abstand drei A-Junioren ein, die das Spiel des FC durchaus belebten. Insgesamt bemühte sich der FC auch, den Rückstand so schnell wie möglich auszugleichen. Das gelang Leo Lekaj mit dem 1:1, und die Gäste schienen das Spiel in den Griff zu bekommen. Doch Jüchen erhöhte nun auch das Tempo und kam durch Fatlum Ahmeti zur 2:1-Führung, zu der der gerade eingewechselte Metin Türkay die Vorarbeit leistete.

Ein Freistoß von Oguz Ayan landete ein wenig überraschend zum 2:2 im Jüchener Tor, aber der Ausgleich bremste die ehrgeizigen Hausherren nicht. Nach einem Solo von Sven Rixen spielte der den Ball fast von der Torauslinie an den Strafraum zurück, wo wieder Ahmeti beste Schussqualität bewies und das 3:2 erzielte. Kurz darauf traf es Jüchen zweimal bitter. Zunächst wurde Konstantine Jamarishvili des Feldes verwiesen, dann unterlief Dennis Heimanns ein Eigentor, als ihm der Ball unglücklich vom Bein zum 3:3 ins eigene Tor sprang.

"Da war mehr drin. Dreimal haben wir geführt, da darf man nicht mit einem Unentschieden vom Platz gehen", stellte Jüchens Trainer Michele Fasanelli fest. Zufrieden war Neunkirchen: "Ich bin sehr froh, dass sich unsere A-Junioren so gut geschlagen haben. Zwei Spiele habe ich die Mannschaft betreut, nicht verloren und meinem Nachfolger Benedict Weeks ein Punktepolster hinterlassen."

Jüchen: Paulußen - Köller, Peltzer, Gürpinar, Weuffen - Rixen, Kell (81. Heimanns) - Erkes (66. Türkay), Jamarishvili - Sousa, Ahmeti. FC: Spinnrath - Barkammich, Renner, Uslucan, Schatschneider (46. Schulz) - Venhaus (77. Tophoven), Schellhammer (65. Celik) - Bäger, Lekaj - Godlevski, Ayan. Tore: 1:0 Sousa (6.), 1:1 Lekay (55.), 2:1 Ahmeti (67.), 2:2 Ayan (78.), 3:2 Ahmeti (80.), 3:3 Heimanns (86., Eigentor). Gelb-Rot: Jamarishvili (83.). Zuschauer: 100.

Quelle: RP
 
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