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Lokalsport
TuS Jahn III gewinnt das Familien-Duell

Tischtennis. Vater und zwei Söhne gegen den dritten Sohn - eine besondere Konstellation in der Kreisklasse. Von André Piel

Ein wichtiges Spiel der Tischtennis-Ligen im Kreis Mönchengladbach fand am vergangenen Wochenende nicht in den oberen Spielklassen statt. Mit viel Vorfreude, aber auch Spannung wurde das Spitzenspiel in der 3. Herren-Kreisklasse, der untersten Liga im Westdeutschen Tischtennis-Verband, erwartet. Der TuS Jahn Mönchengladbach III, vor dem Spiel Tabellenzweiter, empfing den Tabellenführer, die dritte Mannschaft des TTC Hardt-Venn.

Nach einem hart umkämpften 9:6-Erfolg gelang den Jahnern der Sprung auf Rang eins. "Es war ein sehr toller Abend mit sehr fairen Sportkameraden aus Hardt-Venn", sagte TuS-Kapitän Thorsten Hertel. "Eigentlich wäre wohl ein Unentschieden das gerechtere Ergebnis gewesen." Der Kapitän durfte sich also durchaus als glücklicher Sieger fühlen. Immerhin verließen in fünf der sieben Fünfsatzspiele die Jahner Akteure den Tisch als Sieger.

Beide Teams hatten bisher erst einen Punkt abgegeben, daher wurde ein enger Spielverlauf erwartet. So war es dann auch: Bis zum 5:5 lagen beide Teams gleichauf, erst dann zog Jahn davon. Das Spiel war vor allem deshalb etwas Besonderes, weil es ein Familien-Duell war. Denn vier der beteiligten zwölf Spieler gehören zur Familie Hertel. Vater Klaus-Dieter (56) spielt mit seinen beiden älteren Söhnen Thorsten (29) und Nils (25) für den Jahn Mönchengladbach. Während das "Küken" der Familie, der 15-jährige Lars, Spitzenspieler der Hardter ist.

Auf Jahner Seite hatten die Hertels einen wichtigen Anteil am Sieg. Zunächst gewannen Thorsten und Klaus-Dieter Hertel das Doppel gegen Lars Hertel und Robin Petry. Zudem blieben Klaus-Dieter und Nils Hertel im Einzel ohne Niederlage. Wobei dies bei Letztgenanntem nicht unbedingt erwartet worden war. "Nils hatte seit April kein Spiel mehr bestritten", erklärt Thorsten. "Das war nicht nur für ihn sehr erfreulich." Thorsten war ebenfalls auf dem besten Weg nach seinem Einzelsieg gegen Ingo Stroms auch das zweite Einzel zu gewinnen. Aber sein Bruder Lars hatte etwas dagegen. Nach wechselnden Führungen sicherte er sich mit 3:2 (11:6, 8:11, 11:8, 8:11, 12:10) den Sieg und schaffte damit den Ausgleich zum 5:5. Zuvor hatte Lars Hertel auch gegen Daniel Rumöller gewonnen. "Es war nicht nur für die Familie, sondern auch für alle anderen Spieler ein außergewöhnliches Ereignis", sagte Thorsten Hertel zum Abschluss. "Ein vermutlich einmaliges Erlebnis."

Die Herbstmeisterschaft ist dem TuS Jahn kaum noch zu nehmen. Das Ziel, in die 2. Kreisklasse aufzusteigen, ist greifbar nah.

Quelle: RP
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