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Mönchengladbach
Stadt präsentiert auf Immobilienmesse Hotel für Haus Zoar

Mönchengladbach. Zum 17. Mal ist Mönchengladbach auf der Expo Real in München vertreten. Mit Partnern werden Projekte Investoren präsentiert. Von Denisa Richters

Wenn die Stadt Mönchengladbach, ihre Wirtschaftsförderer und die Standpartner kommende Woche nach München zur Immobilienmesse Expo Real reisen, werden die Terminkalender voll sein. "Wir merken, dass der Standort Mönchengladbach sehr gefragt ist", sagt Ulrich Schückhaus, Chef der städtischen WFMG. Die Gründe sind klar: Die hohe Nachfrage in Düsseldorf strahlt immer stärker in die Region aus, Masterplan und das Konzept "mg+ - Wachsende Stadt" bilden zudem die Basis für eine Stadtentwicklung, die Mönchengladbach attraktiv macht.

"Wir haben vor der Messe so viele Anfragen wie bisher nie", bestätigen auch die Architekten Burkhard Schrammen und Fritz Otten, beide, wie auch die Dornieden Gruppe, Partner am Gemeinschaftsstand der Städte Mönchengladbach und Krefeld sowie der Kreise Neuss, Viersen, Wesel und Kleve. "Es ist eine unheimliche Dynamik zu spüren", sagt Otten. Die Nachfrage beziehe sich nicht nur auf den Wohnungsbau, sagt Schrammen - sein Büro hat für die nächsten Jahre rund 500 Wohneinheiten in Planung -, sondern erstmals auch auf Büroneubauten. Das liegt laut Schückhaus vor allem an den günstigen Preisen: Liegen etwa im Düsseldorfer Medienhafen die Spitzenmieten bei mehr als 23 Euro pro Quadratmeter, ist es in Mönchengladbach nahezu die Hälfte.

Makler Norbert Bienen, ebenfalls Standpartner an der Isar, bestätigt den Trend, und mahnt: "Wir brauchen dringend Büroflächen in der Innenstadt." Der Leerstand bei Büros betrage in zentralen Lagen unter drei Prozent, somit kommt nahezu nichts auf den Markt. Wichtig sei, auf Hauseigentümer einzuwirken, Gebäude zu modernisieren oder zu verkaufen. Selbst die WFMG habe ein Jahr lang gesucht, bis sie schließlich neue Räume gefunden habe, sagt David Bongartz. Allerdings müsse darauf geachtet werden, nicht zu viel Büroflächen auf einmal auf den Markt zu bringen. "Es muss auf Vorrat gebaut werden, nicht spekulativ", bestätigt Bienen.

Ebenfalls stark nachgefragt sind laut der Marktanalyse der Wirtschaftsförderer Hotels. Insbesondere im modernen und gehobenen Segment sei Bedarf. Diese Lücke könnte geschlossen werden, wenn das Haus Zoar am Abteiberg, derzeit im Zustand einer Schrottimmobilie und in direkter Nachbarschaft zum frisch sanierten Haus Erholung, einem Hotelneubau weichen würde. "Das Projekt soll bereits bei unserem Messeauftritt auf der Expo Real in München ein Thema werden", sagte der Technische Beigeordnete Gregor Bonin im Planungsausschuss. Das Haus Erholung soll für Kongresse und Tagungen genutzt werden. Auf der Expo Real will man um Investoren werben. Punkten will die Stadt auch mit den Projekten City Ost, Nordpark, Reme-Gelände, Croonsquartier und dem restlichen Rahmenplan Abteiberg.

Quelle: RP
 
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