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Mönchengladbach
Wegen Drogenhandels vor dem Landgericht

Mönchengladbach. In seinem Kiosk an der Lürriper Straße soll der Angeklagte (32), ein Mann aus Sri Lanka, vor zwei Jahren einen schwunghaften Handel mit Marihuana betrieben haben. Vor der 3. Großen Strafkammer des Mönchengladbacher Landgerichts wird der Fall verhandelt. Doch der Familienvater bestreitet die Vorwürfe der Anklage. Deshalb spielen im Prozess Zeugenaussagen eine wichtige Rolle. Von Ingrid Krüger

So schilderte gestern ein früherer Drogenkunde (30), wie er sich damals in dem Kiosk das Marihuana besorgt hatte. "Und dafür bin ich rechtskräftig verurteilt worden", so der Mönchengladbacher gestern. Viermal habe er dort jeweils 25 Gramm Marihuana gekauft und sei deswegen zu 18 Monaten Freiheitsstrafe mit Bewährung verurteilt worden. "Da waren immer viele Leute im Kiosk, die wussten alle Bescheid. Ich verlangte 25 Gramm. Dann wurde ich weggeschickt", erinnerte sich der 30-Jährige. "Ich lief dann etwa 15 Minuten durch die Straßen, kam dann in den Kiosk zurück, habe jeweils 180 Euro bezahlt und bin wieder mit den Drogen verschwunden." Aber vor jedem Drogengeschäft sei der Mann mit der Glatze von Gehilfen beim Drogenverkauf angesprochen worden und keinesfalls in Deutsch. Damit war offensichtlich der Angeklagte gemeint.

Eine 37-jährige Hausfrau, die früher einmal über dem Kiosk mit ihrer Familie gewohnt hatte, berichtete gestern: "Da waberte immer der Geruch von Marihuana durch das Haus. Aber wenn wir den Verdacht äußerten, es könnte etwas mit Drogengeschäften zu tun haben, wurde das von der Vermieterin bestritten", erinnerte sie sich gestern.

Ein Polizeibeamter, der seinerzeit an der Durchsuchung der zweiten Wohnung über dem Kiosk beteiligt gewesen war, gab jetzt im Gerichtssaal die Ergebnisse bekannt. In einer Pizzabox habe man im Schlafzimmer damals Rauschgift gefunden. "Da waren 41 Päckchen mit jeweils 20 Gramm Marihuana und vier Päckchen mit jeweils zehn Gramm Marihuana drin".

Der Prozess wird mit weiteren Zeugen fortgesetzt.

Quelle: RP
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