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Moers
Kaleidoskop der Kunst

Moers: Kaleidoskop der Kunst
Carola Lischke und Mathilde Jaeger (v.l.) sind zwei von 22 Künstlerinnen, die zum 10. Geburtstag des Frauen-Kunst-Forums im Peschkenhaus ausstellen. Monika Jaklic vom Kunstverein hat die Ausstellung organisiert. FOTO: huk
Moers. Das Frauen-Kunst-Forum Südwestfalen begeht sein zehnjähriges Bestehen mit einer großen Ausstellung im Moerser Peschkenhaus. Unter dem Motto "Reihenweise" präsentieren insgesamt 22 Frauen eine große Bandbreite ihres Schaffens: Malerei, Objekte und Installationen. Von Anja Katzke

Die Ausstellung im Moerser Peschkenhaus ist fast wie ein Kaleidoskop – bunt, vielfältig und immer wieder anders. Keine der 22 Künstlerinnen, die jeweils mit einer Serie in der Galerie vertreten sind, arbeitet wie die andere. Stattdessen trifft der Betrachter auf jeder Etage des altehrwürdigen Hauses einer neuen Idee, einer neuen Technik, einer anderen künstlerischen Sprache und Ausdrucksform. Normalerweise arbeiten die Mitglieder des Frauen-Kunst-Forums thematisch und projektbezogen. Zum 10. Geburtstag dürfen die Künstlerinnen dem Publikum in Moers einmal ihre persönlichen Vorlieben und Arbeitsweisen präsentieren. Das Frauen-Kunst-Forum ist ein Netzwerk von Künstlerinnen aus Südwestfalen und dem Ruhrgebiet. Die Mitglieder stammen beispielsweise aus Menden, Iserlohn, Krefeld, Dortmund, Essen und Schwerte.

Eine große Vielfalt

Den Startschuss für das Forum gab ein Netzwerkprojekt des Kulturamtes Hagen. Das war im Herbst 2000. Nur wenig später gründete sich der Förderverein. "Wir tauschen uns miteinander aus, üben Kritik und vermitteln uns wichtige Kontakte", erklären Carola Lischke und Mathilde Jaeger das Besondere an diesem Netzwerk für Künstlerinnen. Im Peschkenhaus überrascht Ulla Brockfeld aus Menden mit ihren "Verbindungsstücken", einer in Weiß gehaltenen Rauminstallation. Nicole Eisenberg präsentiert eine mobile Grafik. Sie besteht aus Plastickstreifen und Kohle in einem Kasten aus Acrylglas. Jette Flügge, ebenfalls aus Iserlohn, steuert der Ausstellung Stempeldruck-Arbeiten mit dem Titel "Mädchen" bei. Interessant sind auch die von Karin Jessen gestalteten Künstlerbücher, die in einer Vitrine Platz gefunden haben. "Sie bearbeitet ganz alte Bücher im Handsiebdruck", erläutert Monika Jaklic vom Kunstverein Peschkenhaus. Und so bekommt jedes Buch einen neuen Wert und einen neuen Inhalt. Die Ausstellung im Peschkenhaus präsentiert darüber hinaus viele Objekte, wie zum Beispiel die von Dagmar Müller: Sie zeigt einen Objektkasten, in dem sie gerosteten Draht gespannt hat. Renate Schieck aus Witten präsentiert ihre ungewöhnlichen Lehmstangen. Das sind beschriftete Eichenstäbe, die mit Wachs konserviert wurden. Auch Freunde der Fotografie kommen im Peschkenhaus nicht zu kurz. Gezeigt werden zum Beispiel eine kolorierte Fotoserie mit schlafenden Kindern und Bilder von Industriebrachen.

(RP/jul)
 
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