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Moers Festival
Keine Entscheidung im Fall Michalke

Moers Festival: Keine Entscheidung im Fall Michalke
Die Zukunft von Reiner Michalke stand im Mittelpunkt. FOTO: Helmut Berns
Moers. Fast zwei Stunden lang hat sich der Aufsichtsrat der Kultur GmbH in nichtöffentlicher Sitzung Dienstag mit den Rücktrittsangeboten des künstlerischen Leiters, Reiner Michalke, und des Geschäftsführers der Kultur GmbH, Dirk Hohensträter, beschäftigt. Herausgekommen ist dabei offensichtlich wenig Greifbares. Von Jürgen Stock

Dem Vernehmen nach soll die Aufsichtsratsvorsitzende Carmen Weist in der Sitzung eine Resolution mit der allein Michalke der Rücken gestärkt werden sollte, wieder zurückgezogen haben. Dem Vernehmen nach haben unter anderem zwei Interviews von Reiner Michalke und von Ingo Brohl (CDU) mit unserer Zeitung nun dazu geführt, dass die Parteien zunächst miteinander reden wollen. Insbesondere die beiden Fraktionsvorsitzenden der beiden großen Parteien, Mark Rosendahl (SPD) und Ingo Brohl, streben eine einvernehmliche Lösung an.

Vereinbart wurde, dass sich Bürgermeister Christoph Fleischhauer, Kämmerer Wolfgang Thoenes, Weist, Hohensträter und Michalke zusammensetzen, um über die weitere Zusammenarbeit zu beraten. Anschließend soll sich eine Delegation des Aufsichtsrates mit öffentlichen Geldgebern von Bund und Land in Bonn treffen.

Wie berichtet, hatte der Bund zu Beginn des Jahres eine zusätzliche Finanzhilfe für das MoersFestival für die Jahre 2016, 2017 und 2018 in Höhe von 150 000 Euro pro Jahr zugesagt. Als vorübergehend eine Insolvenz der Kultur GmbH drohte, war aus Berlin klar gemacht worden, dass man nicht in ein insolventes Unternehmen einzahlen werde. Obwohl das Festival 2016 wie geplant über die Bühne ging und dabei bei gleichen Besucherzahlen (tausend Dauerkarten, knapp 800 Tageskarten) ein um zehn Prozent besseres Ergebnis als 2015 erzielt wurde, ist aus Berlin bis jetzt offenbar kein Geld geflossen.

Wie berichtet, hatte es in der Vergangenheit zwischen Michalke auf der einen sowie Hohensträter und Teilen des Aufsichtsrates Spannungen gegeben, weil sich Michalke zur wirtschaftlichen Lage der Kultur GmbH geäußert hatte.

Quelle: RP
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