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Nettetal
Ein Baum als Andenken im Niedieckpark

Nettetal: Ein Baum als Andenken im Niedieckpark
Wolfgang Kamps (links) und sein Schwiegersohn Christian Kuhn pflanzten eine Linde im Niedieckpark. FOTO: Siemes
Nettetal. Die Aktion Jubiläumswald in Nettetal wird fortgesetzt. Jeder, der zu einem besonderen Anlass einen Baum pflanzen möchte, kann sich bei der Stadt melden Von Inge von den Bruck

Die zweijährige Mathilde Reinke stand schon erwartungsvoll mit ihrer kleinen grünen Gießkanne parat, um "ihren" Baum, eine Hainbuche, zu gießen. Natürlich wird sie das Wachstum ihres Baumes verfolgen, wie er jedoch später einmal aussehen wird, kann sie sich noch nicht vorstellen. Hauptsache es ist ihr Baum, den ihre Eltern zu ihrer Geburt spenden.

Doch bevor Mathilde den Baum gießen kann, musste Vater Nico selbst noch Hand anlegen. Er brachte den Baum mit der Schüppe unter Anleitung von Heike Meinert vom Grünflächenamt in die richtige Position. Endlich konnte Mathilde und ihre Schwester Charlotte den Baum begießen. Opa Claus-Bernd Reinke war mächtig stolz und ließ es sich nicht nehmen, die Urkunde, die Mathilde von der Stadt für die Baumspende erhielt, selbst am Baum anzubringen. Im Vorjahr erhielt auch die große Schwester Charlotte (5) ihren eigenen Baum innerhalb der Pflanzaktion am Windmühlenbruch.

Bereits in den Vorjahren wurden in Nettetal zahlreiche Bäume unter aktiver Beteiligung der Baum-Spender in die dafür von der Stadt bereitgestellten Flächen gepflanzt. Jetzt wurde die Aktion Jubiläumswald am vergangenen Samstag fortgesetzt. Im Neubaugebiet Niedieckpark wurde erstmals die Pflanzaktion durchgeführt. Der Park, der im vergangenen Jahr im Rahmen der Erschließung des Baugebietes angelegt wurde, ist durch seinen alten Baumbestand geprägt.

"Jetzt ist hier für den entsprechenden Baum-Nachwuchs gesorgt worden", so Susanne Fritzsche, technische Beigeordnete der Stadt Nettetal. Im Rahmen der Aktion wurden verschiedene junge Laubbäume wie Linde, Hainbuche und Esskastanie sowie einige Obstbäume durch die Baumspender gepflanzt. Im Niedieckpark wurden mit der Aktion so einige Lücken im Bestand geschlossen.

Gepflanzt wurden in erster Linie Hochstämme von heimischen Linden, Stieleichen, Eschen, Hainbuchen und alten Obstbaumsorten. Im Niedieckpark wurden drei Apfelbäume, einer der Sorte Renette und zwei Kaiser-Wilhelm-Apfelbäume, gepflanzt. Auch ein anonymer Baumspender befand sich unter den "Pflanzern".

Dem Lobbericher Frank Hegger war es ein besonderes Bedürfnis, eine Esskastanie zu spenden und selbst zu pflanzen. "Ich esse Esskastanien gerne und vielleicht können wir sie hier irgendwann einmal sammeln", hofft er, "ich finde die Aktion toll".

Vielleicht könnte man schon zu Weihnachten die ersten Äpfel ernten, sinnierte Susanne Fritzsche. Ob das der Fall sein wird, werden die Baumpaten auf jeden Fall im Auge behalten. In Kaldenkirchen ging die Baumpflanz-Aktion auf dem Gelände hinter dem Friedhof weiter, dort wurde der Obstbongert vervollständigt.

Quelle: RP
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